Grossfirmen zögern

Recycling-Masken aus Horw stossen bisher auf wenig Interesse

4. Januar 2022, 11:31 Uhr
Ob im ÖV, Supermarkt oder bei der Arbeit: Das Tragen von Schutzmasken gehört wegen der Pandemie längst zum Alltag. Ein Luzerner Start-up vertreibt deshalb seit einiger Zeit recycelbare Masken. Doch das grosse Geschäft haben die Verantwortlichen damit noch nicht gemacht.
Das Start-up ReWorks aus Horw hat sich den Vertrieb von sinnvollen und nachhaltigen Produkten auf die Fahne geschrieben.
© youtube.com/ReWorks

Hinter der Idee von recycelbaren Masken steht das Horwer Start-up ReWorks, das sich den Vertrieb von sinnvollen und nachhaltigen Produkten auf die Fahne geschrieben hat. Seit Dezember vertreibt es recycelbare Masken, die in der Türkei produziert werden.

50 Masken kosten 9.65 Franken. Damit gehört ReWorks zu den teureren Anbietern. Denn die Preise für eine 50er-Box herkömmlicher Masken aus China variieren aktuell von 4.90 bis 7.90 Franken. Dafür sind beim Luzerner Start-up sämtliche Kosten inbegriffen, also auch die Rücksendung der Sammelbox. Ist diese voll, geht's per Post zur Recyclingfirma.

Diese Masken vertreibt das Start-up aus Horw.

© Zur Verfügung gestellt

Erste Bestellungen von KMU-Betrieben sind laut der «Luzerner Zeitung» bereits eingegangen. Doch das Interesse von Grossfirmen hält sich noch in Grenzen. Sie würden sich wohl vor der Umsetzung fürchten, vermutet Walter Küpfer, Mitgründer von ReWorks.

Privathaushalte allerdings sind begeistert von der Idee von recycelbaren Masken. Doch diese werden derzeit noch nicht beliefert. «Die Mengen wären zu klein und das Handling zu teuer», sagt Küpfer und fügt an: «Wir müssen zuerst an die grossen Verbraucher gelangen, bevor wir Private beliefern.»

(red.)

Quelle: Luzerner Zeitung/PilatusToday
veröffentlicht: 4. Januar 2022 10:38
aktualisiert: 4. Januar 2022 11:31
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