Luzerner Museen

Regierungsrat ist bereit für Suche nach neuem Standort

21. Februar 2022, 21:27 Uhr
In die festgefahrene Situation um die neuen Standorte für die Luzerner Museen und Gerichte scheint Bewegung zu kommen. Der Luzerner Regierungsrat klammert sich nicht mehr an den Standort Zeughaus Musegg als Museumsstandort und ist bereit für eine neue Auslegeordnung.
Es wird immer unwahrscheinlicher, dass das Zeughaus Musegg dereinst das kantonale Museum beherbergen wird. (Archivaufnahme)
© KEYSTONE/URS FLUEELER

Die Kantonsregierung unterstützt einen Vorstoss von Ludwig Peyer (Mitte), der einen Planungsbericht zur Standortfindung für das Natur- und das historische Museum, für das Kantonsgericht und für das Fachmittelschulzentrum fordert. Peyers Vorstoss wurde von 60 Ratsmitgliedern unterzeichnet.

Die Regierung plante für die beiden Museen, sie zu einem Museum für Natur, Gesellschaft und Geschichte zu fusionieren und vom Kasernenplatz in das Zeughaus Musegg zu verlegen. In die leer werdenden Museumsgebäude soll das Kantonsgericht einziehen.

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Quelle: Tele1

Kopfschütteln

Der Willisauer Mitte-Politiker begründet seine Forderung nach einem Planungsbericht damit, dass das Zeughaus Musegg als neuer Museumsstandort nicht nur in der Stadt für Kopfschütteln gesorgt habe. Der Umzug werde vielerorts nicht verstanden, es drohe eine juristische und politische Blockade.

Peyer weist ferner darauf hin, dass das Kantonsgericht seit 2006 einen zentralen Standort suche. Er bringt für das Gericht das Gebäude der Fachmittelschule am Hirschengraben in Luzern ins Spiel, das direkt neben dem Kantonsgerichtsgebäude liege. Das Schulgebäude sei für einen modernen Schulbetrieb nur bedingt geeignet, hält Peyer fest.

Guter Standort, aber...

Die Luzerner Regierung schreibt in ihrer Antwort, sie sei «grundsätzlich überzeugt davon, dass sich das Zeughaus Musegg sehr gut für das geplante Luzerner Museum eignet». Sie geht aber davon aus, dass es zu Beschwerden und Planungsunsicherheiten kommen könnte, was sich letztlich auch auf das Kantonsgericht auswirken würde. Die Regierung sei deswegen bereit, eine umfassende Auslegeordnung zur Standortfindung der Museen und des Kantonsgerichts auszuarbeiten.

Sie will nach eigenen Angaben in dem Planungsbericht alle möglichen Standorte prüfen und die Anliegen der Standortgemeinde Luzern aufnehmen. Sollte in der Stadt kein geeigneter Standort für die Museen gefunden werden, würden auch Standorte in anderen Gemeinden angeschaut. Mit den Ergebnissen des Planungsberichts werde dann die bestehende Immobilienstrategie aktualisiert.

Quelle: sda
veröffentlicht: 22. Februar 2022 05:52
aktualisiert: 22. Februar 2022 05:52
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