Keine Familienbesuche

Samichläuse in Stadt und Agglo Luzern sagen ab

25. September 2020, 14:18 Uhr
Dieses Jahr werden wohl nur wenige Samichläuse auf Familienbesuche gehen. (Symbolbild)
© Samichlaus Baar
17 Chlausgruppierungen haben sich dafür entschieden, sowohl Aus- und Einzüge als auch Familienbesuche abzusagen. Auch die meisten persönlichen Besuche in Heimen, Kindergärten und Schulen bleiben aus.

«Es ist nicht würdig, wenn wir uns mit Masken und Handschuhen ausstatten würden», sagt der Präsident der Chlausengesellschaft Ebikon und Initiant der betroffenen Gruppierungen, Freddy Duss. «Darum haben wir uns schweren Herzens in einer Sitzung dazu entschieden, dass der Samichlaus im Wald bleibt, um sich nicht anzustecken.» Die Enttäuschung seitens der Chlausgruppierungen ist gross. Am Freitagmorgen haben die Gesellschaften mitgeteilt, dass in der Stadt Luzern und Agglomeration diverse Anlässe sowie Besuche abgesagt werden.

Dass der Samichlaus die Kinder nicht besuchen konnte, gab es laut Duss noch nie in der Geschichte: «Beispielsweise bei der Chlausengesellschaft Ebikon haben unsere Vorgänger die Chlauseinzüge und Besuche ausnahmslos durchgeführt – auch während der Kriegszeiten.»

Samichlaus wird sich noch melden

Aber der Samichlaus wird sich definitiv nicht nur in seine Waldhütte zurückziehen und das Jahr vorbeigehen lassen, sichert Duss zu. «Die Kinder haben die Möglichkeit, dem Samichlaus zu schreiben. Der Samichlaus wird sich dann zurückmelden, an gewissen Orten mit einer Videobotschaft, an anderen Orten mit einem Brief, einer Zeichnung, Geschichte oder einem Grittibänz-Backrezept. Mögliche Alternativveranstaltungen sind in Planung und werden auf den jeweiligen Webseiten der Pfarreipublikationen veröffentlicht. Die Durchführung von einzelnen Veranstaltungen würde mit den nötigen Schutzmassnahmen erfolgen.

In Kriens Entscheid noch ausstehend

Noch nicht aufgegeben hat der Samichlaus in Kriens. Auf Anfrage hiess es bei der Gallizunft, dass aktuell zwar noch kein definitiver Entscheid gefallen sei, man aber an einer Lösung arbeite, um die Familienbesuche durchführen zu können. (red)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 25. September 2020 10:47
aktualisiert: 25. September 2020 14:18