Alpstaeg

Scharfe Kritik: «FCL bricht Stillschweige-Vereinbarung»

13.03.2023, 18:55 Uhr
· Online seit 13.03.2023, 11:27 Uhr
Sacha Wigdorovits, der Mediensprecher von Bernhard Alpstaeg, kritisiert die Medienmitteilung des FCL scharf. Der Klub gab am Montag bekannt, dass FCL-Aktionär Bernhard Alpstaeg weiter versuche, die Lizenzerteilung für die kommende Saison 2023/2024 zu verhindern.
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Sacha Wigdorovits, der Mediensprecher von Bernhard Alpstaeg, hat sich telefonisch zu den Anschuldigungen der FCL-Führung geäussert. Wie er gegenüber PilatusToday und Tele 1 sagt, sei damit einerseits die Stillschweige-Vereinbarung für die Gespräche unter der Führung der Stadt Luzern mit Beat Züsli und Liga-CEO Claudius Schäfer gebrochen worden. Anderseits versuche der Verwaltungsrat mit dem Schreiben von den selbst verschuldeten finanziellen Problemen des Klubs abzulenken.

Für Wigdorovits ist auch klar, dass der Verwaltungsrat bewusst den schnellen Weg über ein Schiedsgericht verhindern will. «Die FCL-Führung will damit Zeit gewinnen, da der Weg über ordentliche Gerichte länger dauert. Und der Verwaltungsrat weiss genau, dass er sowieso verlieren und Bernhard Alpstaeg Anrechte auf seinen ganzen 52 Prozent erhalten wird.»

Der FC Luzern hat heute in einer Mitteilung bekannt gegeben, dass Mehrheitsaktionär Bernhard Alpstaeg bei der Swiss Football League Einsicht in das Lizenzgesuch des FC Luzern verlangte. Damit unternehme er einen weiteren Schritt, um das Lizenzierungsverfahren zu behindern.

Alpstaeg droht Mietvertrag zu kündigen

Mit der Androhung, den bestehenden Mietvertrag zwischen der Stadion Luzern AG und der swissporarena events ag zu kündigen, gefährde Bernhard Alpstaeg zudem nicht nur die Lizenzerteilung für die kommende Saison, sondern er gefährde direkt die unmittelbare Zukunft des FC Luzern, so der FCL weiter.

Trotz der versuchten Einflussnahme durch Alpstaeg hofft der FCL, dass die Swiss Football League das Lizenzierungsverfahren in geordneten Bahnen weiterführt und der FCL die Lizenz für die Saison 2023/24 in erster Instanz erhält.

Schiedsgericht statt Gerichtsverfahren

Bernhard Alpstaeg hatte sich anfangs letzter Woche erneut schriftlich an die Lizenzkommission der Swiss Football League gewandt. Darin droht er, seine bisher verweigerte Unterschrift davon abhängig zu machen, ob die FCL Holding AG seinem Vorschlag zustimmt, vor einem Schiedsgericht anstelle eines ordentlichen Gerichtsverfahrens zu klären, ob das Aktienpaket über 52 % rechtmässig von Alpstaeg erworben worden war. Zudem hat er sich ultimativ vorbehalten, den bis 2029 laufenden Mietvertrag zwischen der Stadion Luzern AG und der swissporarena events ag zu kündigen, wobei dem Wigdorovits klar widerspricht: Eine solche Drohung habe es nämlich nie gegeben.

(red.)

veröffentlicht: 13. März 2023 11:27
aktualisiert: 13. März 2023 18:55
Quelle: PilatusToday

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