Für mehr Demokratie

Schon 14-Jährige sollen in der Luzerner Politik mitreden können

12. August 2021, 14:09 Uhr
Jugendliche sollen in der Politik mehr mitreden können. Deshalb sollen künftig bereits 14-Jährige Bevölkerungsanträge einreichen und unterschreiben können, welche nachher ins Luzerner Stadtparlament kommen, fordert die SP in einem Vorstoss.
Jugendliche verfolgen die Rede von Bundesrat Ignazio Cassis an der Jugendsession, am Samstag, 10. November 2018, im Nationalratssaal in Bern.
© KEYSTONE/Peter Schneider

Im Rahmen der laufenden Legislatur hat sich die Stadt Luzern zum Ziel gesetzt, die Stadtbevölkerung mehr in die Prozesse einzubinden und daran teilhaben zu lassen. Dabei soll die Stadt den Fokus noch stärker auf die Jugendlichen legen, fordert die SP in einem Vorstoss. Jugendliche sollen ihre Anliegen direkt in die Politik einbringen können.

Umgesetzt werden soll dieses Mitspracherecht mittels Bevölkerungsantrag. Diese Form der Mitsprache gibt es in der Stadt Luzern bereits seit einigen Jahren und bietet bereits jetzt Ausländern mit einer Aufenthaltsbewilligung C die Möglichkeit, am politischen Geschehen der Stadt direkt teilzunehmen. Mit einem Bevölkerungsantrag kann die Bevölkerung Forderungen aufstellen und ins Parlament geben. Dieses muss dann darüber entscheiden.

Schon 14-Jährige sollen Anträge einreichen können

Bislang dürfen solche Anträge analog dem Wahl- und Abstimmungsalter erst mit 18 Jahren eingereicht oder unterschrieben werden. Die SP will mit ihrem Vorstoss nun, dass die Altersgrenze auf 14 Jahre gesenkt wird.

Die frühe Mitsprache bei politischen Prozessen sei das wirkungsvollste Mittel, um Jugendliche für Politik zu begeistern, heisst es in der Mitteilung der SP. Dadurch würden sie gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und ihren Teil zur Demokratie beitragen.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 12. August 2021 14:09
aktualisiert: 12. August 2021 14:09
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