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Genderneutral

Schulen in der Stadt Luzern sollen Unisex-Toiletten erhalten

30. November 2021, 13:37 Uhr
Die Luzerner Stadtregierung will mehr Unisex-Toiletten an Schulen und in Sportanlagen. Der Einbau von kombinierten Einzeltoiletten und Garderoben soll ins Raumprogramm für die Schulbauten aufgenommen werden.
Regierung will Unisex-Toiletten an Stadt Luzerner Schulen.
© PilatusToday

Gefordert hatte dies Regula Müller von der SP in einem Vorstoss. Müller ist der Ansicht, dass sich an den städtischen Volksschulen keine Person mehr wegen des Geschlechts ausgeschlossen fühlen soll.

Da die Stadtregierung dem Vorstoss zugestimmt hat, muss sie nun prüfen, ob beim Neubau oder der Sanierung von Schulgebäuden und Turnhallen Unisex-Toiletten und Unisex-Einzelgarderoben realisiert werden können. Für die Stadtregierung ist dieses Anliegen «sehr berechtigt», es habe in der Vergangenheit wenig bis keine Aufmerksamkeit erhalten.

Dabei verweist die Stadtregierung auf «eine deutliche Zunahme» von Kindern und Jugendlichen mit Problemen hinsichtlich ihrer Geschlechtsidentität. Gerade Schulen hätten eine Vorbildfunktion und könnten die Akzeptanz von Transmenschen in der Gesellschaft voranbringen.

Behinderten-WC könnten umgenutzt werden

Um rasch zu Lösungen zu kommen, will die Stadtregierung prüfen, ob bestehende Behinderten-WC in die Umsetzung einbezogen werden können. Anders als bei den Toiletten dürfte die Umsetzung bei den Garderoben schwierig sein, weil diese als Einzelgarderoben eingerichtet sein müssten.

Die Stadtregierung weist darauf hin, dass der Vorstoss mit Folgekosten verbunden sei. Der Einbau von kombinierten Einzeltoiletten oder Garderoben beanspruche mehr Fläche und generiere zusätzliche Ausbau- und Betriebskosten. Bei Totalsanierungen müssten Umnutzungen bei anderen Räumen vorgenommen werden.

Das letzte Wort wird jedoch das Luzerner Kantonsparlament haben.

(sda / red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 30. November 2021 11:00
aktualisiert: 30. November 2021 13:37