Rothenburg

Sicherheitszentrum wird von Allmend-Messehallen Architekten umgesetzt

19. März 2021, 17:39 Uhr
Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: Tele 1

Der Sieger des Architekturwettbewerbs für den Bau des neuen Sicherheitszentrums in Rothernburg steht fest. Das Projekt des Zürcher Generalplanerbüros atelier ww Architekten SIA AG, die bereits die Messehallen auf der Luzerner Allmend realisierten, überzeugte als bestes Gesamtkonzept.

Das neue Sicherheitszentrum in Rothenburg soll ab 2028 bezogen werden. Für die Luzerner Polizei und weitere Dienststellen im Bereich Sicherheit ist das Projekt von zentraler Bedeutung. Der Vorschlag des atelier ww habe städtebaulich und funktional sowie aus nachhaltiger Sicht überzeugt, heisst es in einer Medienmitteilung des Kantons Luzern. Dem Planerbüro wurde der Zuschlag für die Weiterbearbeitung erteilt.

Nachhaltiger Bau

Der Neubau soll aus Holz, Beton und Stahl errichtet werden. Besonderer Wert werde auf die Verwendung von Holz gelegt, heisst es in der Medienmitteilung weiter. Der Baustoff sei leicht, CO2-neutral und ermögliche einen hohen Vorfertigungsgrad, was eine rasche Bauausführung vor Ort erlaube. Verwendet werden soll unter anderem Fichtenholz aus einheimischen Wäldern.

2028 soll das Gebäude stehen und bezugsbereit sein.

© Kanton Luzern

Entstehen soll das Sicherheitszentrum in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Rothenburg. Neben der Sicherheits- und Verkehrspolizei finden auch die Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz Platz im neuen Gebäude. Hinzu kommen die Arbeitsplätze der integrierten Leitstelle, einer Einsatzleitzentrale für Polizei und Blaulichtorganisationen der Kantone Luzern sowie Ob- und Nidwalden. Rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen im neuen Sicherheitszentrum Arbeit finden.

Mehr Synergie durch Zentralisierung

Seit das Projekt ausgeschrieben wurde, haben sich laut Medienmitteilung neue Anforderungen ergeben, die eine Weiterbearbeitung voraussetzen. Im Dezember 2020 hat die Luzerner Kantonsregierung entschieden, die integrierte Leitstelle der Luzerner Polizei sowie der Blaulichtorganisationen der Kantone Luzern, Ob- und Nidwalden im Sicherheitszentrum Rothenburg zu vereinen.

Überprüft wird auch die Integration weiterer dezentraler Standorte, um zusätzliche Synergieeffekte zu realisieren. Dieser Prozess soll in den nächsten Wochen abgeschlossen werden.

20 Millionen Franken mehr als geplant

Ohne Betriebseinrichtung und Ausstattung würden sich die Kosten auf 112 Millionen Franken belaufen – rund 20 Millionen mehr als geschätzt wurde. Ursache der Mehrkosten sei die breite Verwendung von Holz sowie die Planungsunsicherheit bei einem Projekt dieser Grösse.

Die Dienststelle Immobilien des Kantons Luzern soll gemeinsam mit den Nutzern bis zum kommenden Sommer die Botschaft für den Projektierungskredit ausarbeiten. Nach dessen Bewilligung durch das Kantonsparlament soll das Projekt überarbeitet und um die integrierte Leitstelle erweitert werden.

Vor das Stimmvolk soll der Realisierungskredit im Jahr 2023 kommen.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 19. März 2021 17:39
aktualisiert: 19. März 2021 17:39