Zentralschweiz
Luzern

So minimieren die VBL das Risiko eines plötzlichen gesundheitlichen Problems

Nach Bus-Unfall

So minimieren die VBL das Risiko eines plötzlichen gesundheitlichen Problems

· Online seit 11.07.2024, 17:18 Uhr
Gemäss ersten Erkenntnissen hatte die Chauffeuse des verunfallten Linienbusses mit einem gesundheitlichen Problem zu kämpfen. Bereits in der Ausbildung gelten hohe Anforderungen für angehende Busfahrerinnen und Busfahrer. Trotz Assistenzsystemen bleibt aber ein Restrisiko.
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Er war ein schwerer Unfall: Am Mittwochmorgen ist ein VBL-Bus der Linie 20 in der Stadt Luzern in eine Parkböschung gekracht. Die Chauffeuse des verunglückten Linienbusses wurde wegen eines mutmasslich gesundheitlichen Problems ins Spital gebracht.

Diese Tatsache wirft die Frage auf, wie Busunternehmungen das Risiko von gesundheitlichen Vorfällen während der Fahrt minimieren. Was ist, wenn sich ein Chauffeur vor Arbeitsbeginn nicht zu 100 Prozent fahrfähig fühlt?

«Fahrdienstmitarbeitende, die aus gesundheitlichen Gründen die Fahrt nicht antreten können, melden sich – auch kurzfristig – bei unserer Leitstelle.» Das schreibt Marc Schwegler, Mediensprecher der VBL, auf Anfrage von PilatusToday und Tele 1. Die Leitstelle organisiere in so einem Fall dann einen Ersatz.

Unbestritten: Der Mensch ist ein Unsicherheitsfaktor und ein medizinisches Problem kann jederzeit auch unerwartet auftreten. Autofahrerinnen und Autofahrern geht es diesbezüglich nicht anders. Möglicherweise können künftig zusätzliche Assistenzsysteme in solchen Situationen helfen, den Bus so rasch wie möglich zum Stillstand zu bringen.

Es kommen intelligente Assistenzsysteme

Laut Schwegler verfügen die Elektro-Busse der neusten Generation bereits über zusätzliche Assistenzsysteme. «Die restlichen Fahrzeuge werden nun im Zuge unserer neuen Netz- und Flottenstrategie im Sinne des fossilfreien ÖV nach und nach ersetzt», schreibt die VBL.

Ausbildung deckt Vieles ab

Im Zentrum stehe für die VBL weiterhin eine fundierte Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden. Hierzu betreiben sie seit vielen Jahren eine eigene Fahrschule, in der auch Mitarbeitende anderer Transportunternehmen ausgebildet werden. Wie auf der Webseite zu erfahren ist, gehören auch Themen wie Ernährung, Bewegung, mentales Training oder der Umgang mit verbalen Angriffen zur Ausbildung.

In der Schweiz wird bei der Ausbildung für den berufsmässigen Personentransport also nichts dem Zufall überlassen. Trotzdem: Der Faktor Mensch wird immer bleiben. Über den Gesundheitszustand der Chauffeuse machte die VBL am Tag nach dem Unfall noch keine Angaben.

Tele 1 berichtete am 10. Juli 2024 über den Unfall:

Quelle: Tele 1

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veröffentlicht: 11. Juli 2024 17:18
aktualisiert: 11. Juli 2024 17:18
Quelle: PilatusToday

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redaktion@pilatustoday.ch