«Zone 5»

So soll es mit dem FCL-Fanlokal am Bundesplatz weitergehen

11. September 2020, 11:25 Uhr
Das FCL-Fanlokal «Zone 5» ist immer wieder Ort von Ausschreitungen unter Match-Besuchern. Im Vorstoss von CVP-Stadtparlamentarier Michael Zeier-Rast wird darum einmal mehr angeregt, das Fan-Lokal an einen anderen Standort zu verlegen. Nun reagiert die Stadt.

Die Stadtluzerner Regierung hält ein «geeigneter gelegenes Lokal» für «begrüssenswert», wie die Stadt in ihrer Antwort schreibt. Nur habe, trotz intensiver Suche, bislang keines gefunden werden können. Die Stadtregierung hält aber auch fest, dass, abgesehen vom «suboptimalen» Standort, alle involvierten Gruppierungen und Institutionen die Vorteile eines Fanlokals anerkennen.

Suche nach geeignetem Lokal läuft

Dank der guten Zusammenarbeit zwischen Fans, Fanarbeit, Stadt, Kanton, Polizei und dem FC Luzern komme es zu sehr wenigen Zwischenfällen rund um die «Zone 5», hält die Stadt weiter fest.

Die Suche nach einem neuen, geeigneteren Lokal – mehr in Stadionnähe – sei jedoch weiterhin ganz oben auf der Traktandenliste des «Runden Tischs Fussball» im Allgemeinen und des Trägervereins Fanarbeit Luzern im Speziellen. Bereits 2017 wurde vom Trägerverein eine Arbeitsgruppe mit Vertretungen der Stadt, Politik, Fans und Fanarbeit ins Leben gerufen, um alternative Fan-Lokale zu prüfen. Bisher haben jedoch sämtliche Bemühungen noch zu keiner Lösung geführt.

Stadt ist nicht für Pyros zuständig

Der Vorstoss von Zeier-Rast beinhaltete weiter die Feststellung, dass Pyros im Stadion wieder zu einem Problem würden. Er möchte, dass die Stadtregierung sich für Lösungen bei diesem Problempunkt einsetzt. Diesen Punkt konnte die Regierung aber nicht unterstützen: «Dass im Stadion die Pyros wieder selbstverständlicher geworden sind, kann nicht bestätigt werden», schreibt sie in ihrer Mitteilung. Das Gegenteil sei der Fall. Die Nutzung von Pyros sei seit 2017 um zehn Prozent zurückgegangen.

Ausserdem sei der FC Luzern als Veranstalter der Fussballspiele für die Sicherheit im Stadion verantwortlich. Die Luzerner Polizei unterstützte lediglich bei ausserordentlichem Bedarf. Die Stadtregierung hält deshalb abschliessend fest, dass die Verantwortung bei Konflikten und Risiken im Umfeld von Fussballspielen gar nicht bei der Stadt selbst liege.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 11. September 2020 11:00
aktualisiert: 11. September 2020 11:25