Millionen-Kredit

So sollen die SGV-Schulden erlassen werden – Hauptlast bei Luzern

24. Februar 2021, 18:34 Uhr
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Quelle: Tele 1

Die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) kann auf einen Schuldenerlass von 6 Millionen Franken hoffen. Die Anrainerkantone und der Bund wollen dem Unternehmen mit einer Sanierungsvereinbarung aus der Corona-Notlage helfen.

Fünf Zentralschweizer Kantone und der Bund hatten der SGV einst ein Darlehen von rund 12 Millionen Franken für Investitionen in die Flotte und Landestellen gewährt. Weil das Unternehmen als Folge der Coronapandemie finanziell ins Strudeln kam, ersuchte es darum, die Hälfte der Schuld zu erlassen, wie die Beteiligten am Mittwoch mitteilten.

Von den 6 Millionen Franken übernimmt der Bund 2,2 Millionen Franken, der Kanton Luzern 2,5 Millionen Franken, Schwyz 505'800 Franken, Uri 269'400 Franken, Obwalden 112'800 Franken und Nidwalden 411'000 Franken. Die Schwyzer Regierung hatte ihren Anteil bereits Anfang Februar kommuniziert, da der Kantonsrat den Verzicht noch bewilligen muss.

Auch weitere Tochtergesellschaften überschuldet

Mit dem Teilverzicht könne die SGV den prognostizierten Verlust von 8 Millionen Franken im Jahr 2020 teilweise decken, heisst es in der Mitteilung. Im Gegenzug darf sie bis Ende 2024 keine Dividenden an die Holding ausschütten und bis 2022 keine weiterer Unterstützungsmassnahmen wie etwa Härtefallmassnahmen und Massnahmen zugunsten des touristischen Verkehrs beantragen. Sie solle zudem ein «attraktives Fahrplan-Angebot» für den gesamten Vierwaldstättersee sicherzustellen.

Überschuldet und damit sanierungsbedürftig sind auch die SGV-Töchter SGV Express AG (Bürgenstocklinie) und die Tavolago AG (Gastronomie). Für diese ist die Holding zuständig. Die Aktionäre müssen damit insgesamt einen tiefen zweistelligen Millionenbetrag zur Sanierung beisteuern.

Quelle: sda
veröffentlicht: 24. Februar 2021 09:45
aktualisiert: 24. Februar 2021 18:34