Wortwörtlich Stille Nacht

Sonntagsverkauf an Heiligabend: Nur drei Luzerner Gemeinden haben geöffnet

· Online seit 16.12.2023, 15:33 Uhr
Heiligabend ist jeweils einer der umsatzstärksten Tage der Detailhändler. Doch aus dem Last-Minute-Weihnachtsgeschenk wird dieses Jahr nichts – zumindest in den allermeisten Luzerner Gemeinden. Nur wenige Geschäfte haben in diesem Jahr geöffnet.
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Noch kurz einen Blumenstrauss oder eine Schachtel Pralinen kaufen auf dem Weg zum Familienessen. Was bei vielen vermutlich zum Standardprozedere gehört, müsste in diesem Jahr etwas früher erledigt werden. Der 24. Dezember fällt heuer auf einen Sonntag. Das bedeutet, die Läden sind geschlossen. Ausser in drei Luzerner Gemeinden, dort will man dem Gewerbe den Entscheid selber überlassen.

Grosse Player im Weihnachtsgeschäft verzichten auf den umsatzstarken 24. Dezember

Nebst der City Vereinigung Luzern und den kantonalen Einkaufszentren haben sich auch grosse Händler wie Migros und Coop dazu entschieden, die Verkaufsstellen an Heiligabend geschlossen zu halten. In der Stadt Luzern herrscht also gähnende Leere an diesem Tag. Eine Ausnahme gilt für die Geschäfte im Untergeschoss des Bahnhofes. Auf Anfrage von PilatusToday und Tele 1 schreibt Coop: «Coop hat entschieden, ihre Supermärkte am 24. Dezember grundsätzlich geschlossen zu halten. Wir können so möglichst vielen unserer Mitarbeitenden die Möglichkeit bieten, Heiligabend im Kreise ihrer Liebsten zu verbringen.»

Drei Luzerner Gemeinden haben geöffnet

In den Luzerner Gemeinden Hitzkirch, Nottwil und Entlebuch sieht die Situation anders aus. Wie sie einstimmig berichten, kam der Sonntagsverkauf am Heiligabend auf Anfrage des Gewerbes zustande. Wie viele Verkaufsgeschäfte aber tatsächlich öffnen werden, könne man nicht sagen. Jedem Geschäft steht es frei, ob es geöffnet haben möchte. Die Coop und Migros Filialen in den entsprechenden Luzerner Gemeinden werden aber trotzt der Möglichkeit auf einen Sonntagsverkauf geschlossen sein.

In der ganzen Zentralschweiz sind die drei Luzerner Ortschaften Einzelgänger. Weder in den Gemeinden der Kantone Zug, Ob- und Nidwalden, Schwyz oder Uri ist ein Sonntagsverkauf angesagt.

Umsatz soll vor Heiligabend gemacht werden

«Besonders in der Blumenbranche ist der 24. Dezember der umsatzstärkste Tag», weiss Marco Imhof, Inhaber Blumenstil. Damit am Schluss der Umsatz aus dem Weihnachtsgeschäft trotzdem stimmt, hofft der Inhaber vom Blumenstil auf starke Tage vor den Festtagen. Diese sollen den ausfallenden 24. Dezember wettmachen.

Der Direktor des «Emmen Center», Roland Jungo, findet es nicht problematisch. Wie er gegenüber PilatusToday erklärt, sei das Einkaufscenter ja einige Tage vor Weihnachten durchgehend geöffnet. «Die Kundschaft hat dadurch bestimmt ausreichend Zeit, sich zu organisieren», meint er.

Auch Nicole Schumacher, Geschäftsführerin Beldona im «Emmen Center», freut sich, dass sie in diesem Jahr nicht völlig übermüdet zum Familienessen erscheinen muss: «Man ist sich das gar nicht gewohnt. Ich freue mich auf jeden Fall aufs Ausschlafen.»

Ist in deiner Gemeinde auch Sonntagsverkauf? Schreib es uns in die Kommentare!

Beitrag aus dem Tele 1-Archiv vom 10. Dezember 2023.

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veröffentlicht: 16. Dezember 2023 15:33
aktualisiert: 16. Dezember 2023 15:33
Quelle: PilatusToday

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