Bypass-Luzern

Stadt Luzern steht trotz Kritik hinter Mega-Projekt

21. Januar 2021, 11:14 Uhr
Die Stadt Kriens fordert beim Strassenprojekt Bypass eine Verbesserung durch Überdachung auf ihrem Gebiet.
© KEYSTONE/URS FLUEELER
Vertreter von Links-Grün hatten mit ihrem Vorstoss unter dem Titel «Nutzloser Bypass für die Stadt» das Mega-Projekt kritisiert. Die Bauphase schade Luzern sogar, so ihre Meinung. Die Stadtregierung sieht das anders, hat aber dennoch eine Einsprache gegen das Projekt gemacht.

Ein Vorstoss aus den Reihen der Linken im Luzerner Stadtparlament fordert, dass sich die Stadtregierung «mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln» gegen den Bypass wehrt, um negative Konsequenzen für die Stadt zu verhindern. Die Regierung will das Projekt aber ohne neue Erkenntnisse nicht per se ablehnen, wie es in der öffentlichen Antwort vom Donnerstag heisst. Denn der Bypass biete der Stadt auch Chancen.

Teilweise will die Stadtregierung die Forderungen der Linken aber entgegennehmen, da das aufgelegte Projekt mangelhaft sei und verbessert werden müsse. Daher habe die Stadt Einsprache erhoben und wolle diese konsequent weiterverfolgen.

Stadtzentrum muss entlastet werden

So solle der Eingriff in Quartiere minimiert und das Nationalstrassenprojekt verbessert werden, indem etwa offen geführte Flächen im Bereich Ibach minimiert würden. Auch fehlten bezüglich der Stadtautobahn ein städtebauliches Konzept und flankierende Massnahmen, um das Stadtzentrum zu entlasten, so etwa durchgehende Busspuren von Kupferhammer bis Luzernerhof.

Das Projekt war bis im vergangenen Juli öffentlich aufgelegen. Dagegen gingen rund 90 Einsprachen beim Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) ein.

Baustart ist frühestens 2024

Mit dem 1,8 Milliarden Franken teuren Bypass will der Bund der Verkehrsbelastung im Raum Luzern Herr werden. Herzstück ist ein 3,5 Kilometer langer Tunnel zwischen Ibach und Kriens. Der Abschnitt der A14 von Ibach bis zum Anschluss Buchrain soll zudem von vier auf sechs Fahrstreifen ausgebaut werden, beim Tunnel Rathausen ist eine dritte Röhre geplant. Der frühestmögliche Baustart der Vorarbeiten könnte 2024 erfolgen. Die Bauzeit wird auf rund 12 Jahre geschätzt.

Quelle: PilatusToday / sda
veröffentlicht: 21. Januar 2021 11:07
aktualisiert: 21. Januar 2021 11:14