Gewässerverschmutzung

Stadt Luzern will mehr gegen verschmutzte Gewässer machen

18. Mai 2020, 15:48 Uhr
Die Stadt Luzern verstärkt den Kampf gegen verschmutzte Gewässer.
Der schmutzige Donnerstag macht seinem Namen alle Ehre: Grossanlässe wie die Fasnacht bescheren der Stadt Luzern nämlich auch immer wieder verschmutzte Gewässer. Die Stadt Luzern sagt Abfall im Seen und Flüssen nun den Kampf an.

Die Luzerner Stadtregierung will die städtischen Gewässer sauber halten. Sie will deshalb weitere Massnahmen für die Verminderung von Kunststoffen in öffentlichen Gewässern umsetzen. Dies teilt die Stadtregierung in einer Antwort auf einen Vorstoss der Grünen mit. Doch nicht überall will die Stadt so weit gehen, wie es die Grünen möchten.

Kein generelles Verbot von Einweggeschirr 

Der Stadtregierung nimmt den Vorstoss nur teilweise entgegen. Gewisse Massnahmen, wie etwa ein generelles Verbot von Einweggeschirr oder anderer Wegwerfprodukte aus Kunststoff lägen nämlich nicht in ihrer Kompetenz. Auch sieht die Regierung derzeit keine technischen Möglichkeiten, kleine Partikel aus dem Wasser zu filtern. Hauptursache der Kunststoff-Verschmutzung seien grössere Plastikteile wie PET-Flaschen oder Einweggeschirr, die direkt ins Wasser geworfen oder aber vom Wind dahin getragen würden.

Putzen zu Land und zu Wasser

Bereits heute würden grössere Plastikteile vom Ufer und vom Boot aus regelmässig aus dem Wasser entfernt. Die Stadtregierung sieht bei der Häufigkeit dieser Putzaktionen - insbesondere während Grossanlässen wie der Fasnacht - Optimierungspotenzial. Denn gerade währen der Fasnacht sei in den vergangenen Jahren trotz vermehrter Reinigung, Sensibilisierung und Abfallsammelstellen mehr (Kunststoff)-Abfall in die Reuss gelangt. Von einem Depot-System für Behälter, wie es bereits geprüft wurde, sieht die Stadtregierung ab, wegen fehlender Akzeptanz und weil viele Fasnächtler Speis und Trank selber mitbringen würden.

Weiter will die Stadtregierung die Öffentlichkeit mit der Kampagne «Gemeinsam für unsere Stadt» dem Littering begegnen. Zudem verweist er auf ein Pilotprojekt zur Mülltrennung im Gebiet Ufschötti.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 18. Mai 2020 16:00
aktualisiert: 18. Mai 2020 15:48