Wegen unbewilligter Kundgebung

Stadt Luzern wird Anzeige gegen Unbekannt einreichen

30. März 2021, 12:47 Uhr
Die Polizei war bei der Kundgebung vor Ort und hat Ordnungsbussen verteilt.
© KEYSTONE/URS FLUEELER
Am Montagabend ist es in der Stadt Luzern zu einer unbewilligten Kundgebung gekommen. Die Luzerner Polizei war beim Auflösungspunkt des «Abendspazierganges» am Luzernerhof im Einsatz. Es wurden Ordnungsbussen verteilt. Die Stadt Luzern reagiert und wird Anzeige gegen Unbekannt einreichen.

Am Ende der Kundgebung der Corona-Massnahmen-Kritiker wurden von der Luzerner Polizei Personenkontrollen durchgeführt und die Personalien aufgenommen. Dabei wurden auch mehrere Ordnungsbussen ausgestellt, wie Christian Bertschi, Mediensprecher der Luzerner Polizei, gegenüber PilatusToday und Tele 1 sagt.

Die Ordnungsbussen wurden wegen der Teilnahme an einer unzulässigen Kundgebung und weil bei der dieser politischen Veranstaltung keine Gesichtsmasken getragen wurden ausgestellt.

Nicht die erste Kundgebung

Wie Bertschi bestätigt, war die Kundgebung am Montagabend nicht die erste ihrer Art. Seit dem Solidaritätsaufruf und der damit verbundenen Demo für den umstrittenen Ebikoner Arzt Andreas Heisler (PilatusToday berichtete) kam es regelmässig am Montagabend zu ähnlichen Kundgebungen.

Stadt Luzern reagiert: Anzeige gegen Unbekannt

Mario Lütolf, Leiter Stadtraum und Veranstaltungen der Stadt Luzern, macht auf Nachfrage von PilatusToday und Tele 1 klar, dass nun auch die Stadt Luzern reagieren müsse. Es sei in den letzten Wochen jeweils am Montag zu diesem «Abendspaziergang» gekommen. Obwohl sie zwar friedlich verliefen, sei die Stadt nun zum Handeln gezwungen. Kundgebungen wären grundsätzlich und unter Auflagen möglich. Da es jedoch im vorliegenden Fall keinen Bewilligungsnehmer gebe, werde die Stadt Anzeige gegen Unbekannt einreichen.

(kra)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 30. März 2021 10:51
aktualisiert: 30. März 2021 12:47