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Luzern

Stadt und Kanton wollen «Bypass» gemeinsam vorantreiben

11. Januar 2022, 07:35 Uhr
Die Stadt und der Kanton Luzern ziehen beim Strassenprojekt Bypass und beim Durchgangsbahnhof am selben Strick. Um dies zu bekräftigen, haben Regierungspräsident Marcel Schwerzmann und Stadtpräsident Beat Züsli eine Absichtserklärung unterschrieben.
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Quelle: PilatusToday/Andreas Wolf

Die Luzerner Kantonsregierung und Stadtregierung setzen sich gemeinsam dafür ein, dass die beiden Schlüsselprojekte gemäss der vorliegenden Pläne und ohne Verzögerung realisiert werden, heisst es in dem Dokument. Bypass und Durchgangsbahnhof seien unentbehrliche Elemente, um die Verkehrsprobleme im Raum Luzern langfristig und zielgerichtet bewältigen zu können.

Verschiedene Strassen- und Schieneninfrastrukturabschnitte im Raum Luzern hätten die Kapazitätsgrenze erreicht, erklärten die Regierungsvertreter. Damit werde das reibungslose Funktionieren der Mobilität zunehmend infrage gestellt. Stadt und Kanton wollen sich gemäss der Absichtserklärung dafür einsetzen, dass dank der neuen Infrastrukturen auch die Wohn- und Aufenthaltsqualität in den Siedlungsgebieten gesteigert werden kann. So soll etwa der Bypass nachhaltig umgesetzt werden.

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Quelle: Tele 1

Über 4 Milliarden Franken für Luzern

Mit dem 1,8 Milliarden Franken teuren Bypass will der Bund der Verkehrsbelastung im Raum Luzern Herr werden. Herzstück ist ein 3,5 Kilometer langer Tunnel zwischen Ibach und Kriens. Gegen das Autobahnprojekt gibt es Widerstand seitens der Umweltverbände.

Über die definitive Realisierung des 2,4 Milliarden Franken teuren Durchgangsbahnhofs mit einer Durchmesserlinie entscheidet das eidgenössische Parlament 2027. Der Bund investiert damit über 4 Milliarden Franken in die Weiterentwicklung der Verkehrsinfrastrukturen im Raum Luzern.

Regelmässige Kommunikation geplant

Ihre gemeinsame Haltung wollen die Vertreterinnen und Vertreter der Kantons- und der Stadtregierung unter anderem mit ihren Kommunikationsmassnahmen kundtun und an öffentlichen Auftritten regelmässig zum Ausdruck bringen.

Die Stadtregierung hatte es im vergangenen Jahr abgelehnt, sich gegen den Bypass zu wehren, wie es im Parlament gefordert wurde. Sie wollte aber in bestimmten Punkten Verbesserungen über eine Einsprache erreichen. Im Dezember hatten sich bereits Bund, Kanton und Stadt Kriens darauf geeinigt, die Frage einer Überdachung der Bypass-Autobahn in Kriens und damit einer Aufwertung des Siedlungsgebiets in einem separaten Verfahren zu prüfen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 10. Januar 2022 10:14
aktualisiert: 11. Januar 2022 07:35