Luzern

Stadtparlament gibt grünes Licht für neuen Pilatusplatz

Raffaele Keller, 12. November 2020, 16:57 Uhr
Das Projekt «Lu Two» für die Neugestaltung des Pilatusplatz war am Donnerstag Thema im Stadtparlament. Dieses gab grünes Licht für das Millionen-Projekt.
Visualisierung, wie der Pilatusplatz dereinst aussehen soll.
© Joos&Mathys Architekten

Das Projekt «Lu Two» verbindet auf fünf Etagen flexible Geschäftsräume und in den oberen Stockwerken attraktive Wohneinheiten, wie die Stadt in einer Medienmitteilung schreibt. Der Bietergesellschaft Senda Immobilien AG, Zug, und Joos & Mathys Architekten AG, Zürich, sei es gelungen, ein Projekt zu präsentieren, das sich in die «Umgebung einpasst, die komplexe Situation am Pilatusplatz gut fasst und neue städtebauliche Akzente» setze.

Gemäss Manuela Jost, Baudirektorin der Stadt Luzern, haben vor allem drei Punkte den Ausschlag für das Projekt «Lu Two» gegeben. Erstens handle es sich um einen äusserst attraktiven Baukörper, der nun als Visitenkarte diene. Zweitens sei ein sorgfältiger und glaubwürdiger Umgang mit den Bestandesbauten im Hof dargelegt worden. Und drittens seien die öffentlichen Zugänglichkeiten zu der Dachterrasse, dem Erdgeschoss und dem Aussenraum gegeben.

Neue Aussichtsplattform für Luzern

Somit wird das Gebäude am Pilatusplatz zu einer attraktiven Visitenkarte für Luzern. Das Projekt ist wirtschaftlich, gesellschaftlich und ökologisch nachhaltig. Ausserdem freut sich der Stadtrat darüber, dass die Luzerner Bevölkerung von der Mischung aus Gewerbe- und Gastronomienutzung profitieren werde. Das Attikageschoss wird dabei für die Bevölkerung öffentlich zugänglich sein, womit eine neue Aussichtsplattform für Luzern entsteht. Als neuer Treffpunkt stellt sich die Stadt Luzern das Fachwerkhaus am Mühlebachweg 8 vor, das als Café genutzt werden soll. Die Baudirektorin versteht das Café-Häuschen als Beitrag an die Öffentlichkeit und das Quartier. Der Hofraum schliesslich wird als attraktiver Aussen- und Grünraum gestaltet, was nun in einer nächsten Phase geplant werden soll, wie Manuela Jost erklärt.

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Quelle: PilatusToday

Nicht mehr nur Verkehrsknotenpunkt

Mit der Abgabe des Baurechtsgründstücks an das Projekt «Lu Two» wird schliesslich die Grundlage geschaffen, dass der Pilatusplatz, oft als Eingangstor zu Luzern, nicht mehr nur als Verkehrskontenpunkt wahrgenommen werde. Es soll ein einladender Treffpunkt für die Luzerner Bevölkerung werden und ein neuer Standort für Unternehmen. Insgesamt entstehen nämlich fast 3000 Quadratmeter Büroflächen und rund 29 «urbane» 2.5- bis 3.5-Zimmer-Wohnungen, wie Manuela Jost weiter erklärt.

Wenn alles nach Plan läuft, könnte das Gebäude 2025 bezogen werden.

Ausgangslage

Der Grosse Stadtrat hatte im Februar 2017 einen Kredit bewilligt, um für die Arealentwicklung Pilatusplatz einen Projektwettbewerb für Investoren und Architekten durchzuführen. Auf dem städtischen Areal, auf dem früher das Wirtshaus zur Schmiede stand, sollte ein maximal 35 Meter hohes Geschäfts- und Wohnhaus entstehen. Im Juni 2019 hat der Stadtrat den Projektwettbewerb für Investoren und Architekten gestartet. Insgesamt wurden 24 gültige Projekte eingereicht. Im Januar 2020 hat die Jury bestehend aus externen Expertinnen und Experten aus den verschiedensten Fachbereichen sowie Fachpersonen aus der Stadtverwaltung das Projekt «Lu Two» der Bietergemeinschaft Senda Immobilien AG, Zug, und Joos & Mathys Architekten AG, Zürich, zur Siegerin gekürt. Zudem wurden fünf weitere Projekte rangiert.

Das Projekt «Lu Two» hat sich gegen folgende Konkurrenz durchgesetzt:

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 7. April 2020 08:34
aktualisiert: 12. November 2020 16:57
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