Schweinegestank

Stinke-Knatsch in Hohenrain: Bauer wartet noch immer auf Geld

· Online seit 15.03.2023, 06:03 Uhr
Die Gemeinde Hohenrain machte in Vergangenheit immer wieder Schlagzeilen wegen Schweinegestanks. Um das Problem der stinkenden Tiere anzugehen, wurde ein Pilotprojekt auf freiwilliger Basis gestartet. Dieses sorgt jetzt allerdings für rote Köpfe.
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Bereits im Jahr 2020 gab es wegen des Gestanks, den die Tiere verursachen, mächtig Knatsch. «Das Problem ist, dass man zu unterschiedlichen Zeiten, oft abends oder am Wochenende, mit Schweinegestank belästigt wird», erklärt Anwohner Reto Berthel. Hierfür wurde extra eine Arbeitsgruppe mit ortsfremdem Probanden engagiert, die die Geruchsemissionen einordneten: Das Resultat bestätigte das Problem.

Einer der Bauern, der in diesem Gebiet lebt, hat auf die Beschwerden der Anwohner reagiert und eine neue Luftreinigungsanlage installiert. Kostenpunkt: Eine Viertel Million Franken. Arthur Röösli hat 140 Mutterschweine auf dem Hof, welche dementsprechend für viel Gestank sorgen.

Wartet noch immer auf 50'000 Franken

Vorgesehen wäre, dass er einen Teil davon wieder von der Arbeitsgruppe zurückbekommt. Dies ist allerdings noch nicht passiert. «Mir wurde ein Beitrag von 50'000 Franken versprochen, davon habe ich aber noch nichts gesehen», so Arthur Röösli.

Ausserdem wird er von seinen Berufskollegen aus Hohenrain angefeindet. Seit der Berichterstattung vom SRF vergangenen Sonntag sei er für die anderen der «Tubbel». «Ich habe die Medien nie zu uns gebracht. Ich stehe aber der Presse gerne zur Verfügung, da ich der Meinung bin, dass man die Wahrheit immer sagen darf.» Mehr zum Knatsch in Hohenrain kannst du im Video anschauen.

Der Schweizerische Bauernverband hat sich bis jetzt noch nicht zur Thematik geäussert. Dies würde er aber demnächst noch machen.

(red.)

veröffentlicht: 15. März 2023 06:03
aktualisiert: 15. März 2023 06:03
Quelle: PilatusToday

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