Brändi-Serie

«Verantwortung habe ich hier genug»: Arbeiten in der Stiftung Brändi Kriens

Marina Lampert, 7. November 2022, 11:01 Uhr
In der Stiftung Brändi in Kriens arbeiten über 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Produktion und Dienstleistung. Hier können Menschen mit Beeinträchtigungen Fuss in der Arbeitswelt fassen.
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Die privatrechtliche Stiftung hat ihren grössten Standort in Kriens. Sie beschäftigt und fördert Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung, Lernbehinderung oder mit einer psychischen Beeinträchtigung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen diversen Tätigkeiten im Dienstleistungs- und Produktionssektor nach: Schreinerei, Metallbau, Elektrotechnik, Logistik, Facility Service, Druck oder kaufmännische Arbeiten.

Im Brändi kann man sich Zeit lassen bei den Aufträgen und ist nicht dem Arbeitsdruck ausgesetzt, wie in der sonstigen Arbeitswelt.

© PilatusToday

Arbeitsklima im Brändi

Die Arbeitsplätze der Stiftung Brändi richten sich nach den Bedürfnissen und Fähigkeiten der Mitarbeitenden. Matthias Moser, Leiter Fachstelle Marketing & Kommunikation bei der Stiftung, ist der Meinung, dass genügend Raum vorhanden ist, um individuell auf die Bedürfnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzugehen. Mit dem laufenden Lean-Management-Projekt möchte die Stiftung darum Prozesse vereinfachen, um mehr Zeit für die Mitarbeitenden zu gewinnen und zum selbstständigeren Arbeiten beitragen.

Förderung und Unterstützung

Durch das entgegengebrachte Vertrauen fühlen sich die Mitarbeitenden sehr geschätzt. So meint auch Christian Eiholzer, Mitarbeiter Schreinerei Brändi: «Verantwortung habe ich hier genug.» Daher wolle er auch nicht zurück in den normalen Arbeitsmarkt. Durch das selbstständige Arbeiten werde das Selbstvertrauen der Mitarbeitenden gestärkt. Auch helfe ihnen dies bei der Verwirklichung ihrer beruflichen Möglichkeiten.

Für die persönliche Betreuung in der Stiftung sorgen Arbeitsagoginnen und Arbeitsagogen. Mit geeigneten Arbeitsarrangements unterstützen sie die Mitarbeitenden, führen regelmässig Gespräche und gehen auf individuelle Bedürfnisse und Stärken ein. Wenn das Potenzial und auch der Wunsch nach einer Weiterentwicklung vorhanden ist, «haben wir Instrumente wie Praktika, Jobcoachings oder Personalverleih, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Schritt für Schritt an den ersten Arbeitsmarkt heranzuführen», erklärt Moser.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 7. November 2022 11:02
aktualisiert: 7. November 2022 11:02