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Verkehrsverbund Luzern 2020 mit Verlust

5. Juli 2021, 10:46 Uhr
Die zeitweise drastischen Massnahmen gegen das Coronavirus 2020 haben sich auch auf den öffentlichen Verkehrs im Kanton Luzern ausgewirkt: Die Zahl der Passagiere ging um über einen Viertel zurück, die Einnahmen waren deutlich tiefer als 2019.
Eine S-Bahn bei der Einfahrt in den Bahnhof Luzern: 2020 sind die Luzernerinnen und Luzern deutlich weniger mit dem Zug unterwegs gewesen. (Archivaufnahme)
© KEYSTONE/URS FLUEELER

Wie der Verkehrsverbund Luzern (VVL) am Montag mitteilte, fiel die Zahl der Passagiere 2020 gegenüber dem Jahr zuvor um 27 Prozent von 109 Millionen auf 83 Millionen Fahrgäste. Vom Rückgang waren die Bahnlinien stärker betroffen als die Buslinien.

Die Strecke, welche die Bahn- und Busreisen insgesamt zurücklegten, ging um 39 Prozent von 1'005 Millionen Personenkilometer auf 617 Millionen Personenkilometer zurück. Diese Zahlen zeigten, dass vor allem auf längere Fahrten verzichtet worden sei, teilte der VVL mit.

Die Jahresrechnung des VVL wird von einem ausserordentlichen Aufwand von 12,0 Millionen Franken geprägt. Es handelt sich um eine Rückstellung, die gemacht wurde, um coronabedingte Defizite der Transportunternehmen zu decken.

Der VVL weist wegen der Rückstellung einen Verlust von 7,3 Millionen Franken aus, dies nach einem Gewinn von 20,2 Millionen Franken 2019. Dank den Eigenkapitalreserven könne das Defizit mit eigenen Mitteln gedeckt werden, hiess es in der Mitteilung.

Der Umsatz des Tarifverbunds Passepartout verringerte sich um 24 Prozent von 111,3 Millionen Franken auf 84,5 Millionen Franken. Vor allem Mehrfahrtenkarten waren nicht mehr gefragt; hier beläuft sich der Umsatzrückgang auf 41 Prozent. Bei den Einzelbilletts betrug das Minus 29 Prozent, bei den Abonnements 19 Prozent.

Das Netz, für das der Verkehrsverbund Luzern zuständig ist, ist 1'372 Kilometer lang und hat 946 Haltestellen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 5. Juli 2021 10:46
aktualisiert: 5. Juli 2021 10:46