Coronavirus

Vernehmlassung zu Spange-Nord-Vorhaben wird verlängert

1. April 2020, 11:32 Uhr
Die Spange Nord soll zu einer Entlastung des Stadtzentrums von Luzern führen. (Archivbild)
© Keystone
Der Kanton Luzern hat die Vernehmlassungsfrist zum überarbeiteten Spange-Nord-Projekt um sechs Monate verlängert. Grund ist das wegen der Corona-Pandemie eingeschränkte öffentliche Leben.

Es war vorgesehen, dass die Stellungnahmen bis am letzten Dienstag abgegeben werden müssen. Auf Ersuchen der Stadt Luzern werde die Frist bis zum 30. September verlängert, teilte die Staatskanzlei am Mittwoch mit.

Begründet wird die Fristverlängerung mit der «ausserordentlichen Lage im Zusammenhang mit dem Coronavirus». Aufgrund der unabsehbaren Situation und da keine zeitliche Dringlichkeit bestehe, könnten sich deshalb die verschiedenen Interessengruppen und Behörden länger zur Projektüberprüfung äussern, heisst es in der Mitteilung. Ebenfalls verschoben worden sei durch das Bundesamt für Strassen die öffentliche Auflage des Autobahnprojekts Bypass.

Spange Nord

Bei der Spange Nord handelt es sich um eine neue Zubringerstrasse zur Stadtautobahn, die im Zusammenhang mit der geplanten Umfahrungsautobahn (Bypass) erstellt werden soll. Da sie Wohnquartiere tangiert, gibt es eine starke Front gegen das Vorhaben.

Der Regierungsrat hat im Auftrag des Kantonsparlaments das ursprüngliche Spange-Nord-Projekt überprüft und redimensioniert. Demnach soll der Autobahnanschluss Lochhof zwar realisiert werden und westseitig mit einer Brücke über die Reuss an die Hauptstrasse in der Fluhmühle angeschlossen werden. Der Zubringer Richtung Osten in den Maihof soll aber entfallen.

Die Regierungsrat schickte diese neue Spange-Nord-Variante im November 2019 in die Vernehmlassung. Trotz der Redimensionierung ist die Kritik am Vorhaben nicht verstummt: Dieses habe keinen grossen Nutzen, beeinträchtige aber Wohnquartiere.

Quelle: sda
veröffentlicht: 1. April 2020 11:32
aktualisiert: 1. April 2020 11:32