Pilzbefall

Verschimmelte Masken auch am Luzerner Kantonsspital

17. Juli 2020, 11:33 Uhr
Das BAG hat bereits am 9. Juli kontaminierte Masken zurückgerufen. (Symbolbild)
© Keystone
Die Schimmelmasken des Bundes sind auch in Luzern gelandet. Wie das Luzerner Kantonsspital LUKS bestätigt, sei man ebenfalls vom Masken-Rückruf betroffen gewesen. Wie viele dieser Masken im Umlauf waren, sei nicht klar.

Zu Beginn der Coronakrise hat der Bund an verschiedene Grossverbraucher Masken aus der Pandemievorsorge des VBS von 2007 verteilt. Vor rund einer Woche kam es dann zur grossen Rückrufaktion. Wie das Luzerner Kantonsspital LUKS auf Anfrage von PilatusToday bestätigt, war neben weiteren Spitälern auch das LUKS davon betroffen. Eine Überprüfung des Zentrallagers habe inzwischen ergeben, dass keine dieser Masken mehr vorrätig sind. Es könne deshalb davon ausgegangen werden, dass diese Masken bereits alle verbraucht sind.

Masken gingen an Personal und Patienten

Auf die Frage, wie viele möglicherweise kontaminierte Masken im Kanton Luzern in Umlauf gebracht wurden, verwies das Luzerner Kantonsspital auf die zuständigen Behörden. Jene Masken, die der Bund dem Luzerner Kantonsspital zur Verfügung stellte, seien einerseits an medizinische Stationen abgegeben worden. Andererseits seien sie aber auch öffentlich für Besucher und ambulante Patienten aufgelegt worden.

Keine gesundheitlichen Schäden bekannt

Zu den direkten gesundheitlichen Schäden, welche durch den Schimmelpilz ausgelöst werden könnte, äussert sich das LUKS nicht und verwies auch hier auf die zuständigen Behörden. Was aber festzuhalten sei: Bisher seien am LUKS keine Fälle bekannt, die aufs Tragen von verschimmelten Masken zurückzuführen sind.

Masken aus dem Jahr 2007

Bei einer Untersuchung durch das Labor des Universitätsspitals Genf (HUG) wurde bei einigen Masken eine mikrobiologische Kontamination festgestellt. Es handelt sich um einen Schimmelpilz. Vorsorglich wurden alle Masken zurückgezogen, die aus dem alten Bestand von 13,5 Millionen Masken stammen, die der Bund im Rahmen der Pandemievorsorge 2007 beschafft hatte. Masken aus dem Detailhandel sind nicht vom Pilzbefall betroffen.

Woher die Kontamination stammt, ist noch nicht restlos geklärt. Auf Anfrage teilte die Medienstelle der Armee mit, dass derzeit mit Hochdruck nach Antworten rund um die verschimmelten Masken gesucht werde. Zu den möglichen gesundheitlichen Schäden könne man derzeit nichts sagen. Ebenso zu den konkreten Gründen, weshalb es zum Pilzbefall kam.

(cas)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 17. Juli 2020 06:15
aktualisiert: 17. Juli 2020 11:33