Nachbarschaftshilfe

«Viele Leute fühlen sich noch nicht als Risikogruppe»

Irene Müller, 29. März 2020, 09:57 Uhr
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Quelle: PilatusToday

Schüler, Berufstätige, Mütter – sie alle wollen helfen und Senioren ermöglichen, in dieser kritischen Zeit zu Hause zu bleiben. So auch das Netzwerk Frauen aus Triengen. Ihre Präsidentin Nicole Häfliger nahm uns mit auf eine ihrer Einkaufstouren.

Die Anweisungen vom Bund sind klar: Senioren sollen wenn immer möglich zuhause bleiben und deshalb auch nicht selbst einkaufen gehen. Eine sehr ungewohnte Situation für viele Rentner, die sich grundsätzlich noch fit fühlen.

Das erlebt auch Nicole Häfliger, die mit ihrem Verein «Netzwerk Frauen Triengen» aktiv Werbung gemacht hat und bereits fleissig Einkaufstouren erledigt. «Manchen Leuten ist es fast nicht recht, wenn sie sich bei mir melden und fragen mich, ob sie das überhaupt brauchen», erzählt Häfliger.

Das Rentnerpaar, für das Häfliger an diesem Tag einkaufen geht, fühlt ähnlich. «Ich muss mir immer sagen, dass ich es nicht für mich, sondern für alle anderen mache», so die Rentnerin aus Triengen. Dankbar nimmt sie den Wocheneinkauf von Nicole Häfliger in Empfang.

Und wie ist die ganze Situation für Häfliger selbst? Die Mutter von schulpflichtigen Kindern arbeitet noch halbtags, und ist selbst zurzeit mit Homeoffice und Co. ziemlich beschäftigt. Doch: «Wir sind ein Verein, der gemeinnützig tätig ist und das ist jetzt genau die richtige Art, um Solidarität zu zeigen.»

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 29. März 2020 09:38
aktualisiert: 29. März 2020 09:57