Gesundheit

Viele Luzerner Trinkwasserversorgungen nicht für Notfälle gerüstet

10. Mai 2022, 15:13 Uhr
Mehrere Trinkwasserversorgungen im Kanton Luzern müssen sich besser für Notfälle wappnen. Zu diesem Schluss kommt die Luzerner Lebensmittelkontrolle, die im vergangenen Jahr 63 Trinkwasserversorgungen überprüft hat.
Was tun, wenn Trinkwasser verunreinigt ist? Auf diese Frage haben viele Trinkwasserversorgungen im Kanton Luzern keine genügende Antwort. (Symbolbild)
© KEYSTONE/DPA/SEBASTIAN GOLLNOW

In 45 Fällen oder in 71 Prozent hätten Mängel bei den Notfallkonzepten bestanden und in vier Fällen seien dazu gar keine Regelungen vorgelegen, teilte die Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz am Dienstag mit. So sei etwa nicht bekannt gewesen, wer bei einem Notfall verantwortlich ist oder wie die Wasserbezüger gewarnt würden.

10 Prozent nicht gesetzeskonform

«Die Trinkwasserverunreinigungen im Sommer 2021 bestätigen im Allgemeinen dieses Bild, wonach Verbesserungsbedarf bei den Notfallkonzepten besteht», wird Kantonschemiker Silvio Arpagaus in der Mitteilung zitiert. Es seien Massnahmen eingeleitet worden, um die Mängel zu beheben.

Die Luzerner Kontrolleure untersuchten zudem über 7000 Proben von Lebensmitteln und Trinkwasser sowie auch Produkte wie Desinfektionsmittel oder Kinderspielzeug. Rund 10 Prozent der Proben waren nicht gesetzeskonform, die Beanstandungsquote liege damit im Bereich der Vorjahre.

Rund 1200 Mal inspizierte die Lebensmittelkontrolle die rund 5400 im Kanton Luzern ansässigen Lebensmittelbetriebe. Dabei hätten sie nur in Einzelfällen ungenügende Verhältnisse festgestellt.

Quelle: sda
veröffentlicht: 10. Mai 2022 15:13
aktualisiert: 10. Mai 2022 15:13
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