Kontrolle

Wasserqualität in Luzerner Badis teilweise ungenügend

30. August 2022, 13:12 Uhr
Die heissen Temperaturen und der grosse Andrang auf die Luzerner Schwimmbäder haben diesen Sommer ihre Spuren bei der Wasserqualität in den Becken hinterlassen. Die Dienstelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz stellte in 45 Prozent der getesteten Becken hygienische Mängel fest.
Die Wasserqualität wurde in einigen Luzerner Badis beanstandet. (Symbolbild)
© Luzerner Zeitung / Boris Bürgisser
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Die Kontrolleure nahmen Mitte Juli Proben in 14 Badeanstalten, wie die Staatskanzlei am Dienstag mitteilte. Die Badewasserqualität wurde dabei bei insgesamt 45 Prozent der Becken beanstandet. Das sind 17 von 38 kontrollierten Schwimm- und Planschbecken.

Am häufigsten beanstandet wurde die zu hohe Konzentration von Harnstoff. Dieser gelangt beispielsweise über Schweiss oder Urin ins Wasser und reagiert dort zu Chloraminen. Um dies zu verhindern, sollten Gäste vor dem Baden duschen und nicht ins Becken pinkeln. Die Betreiber müssen bei hohen Besucherfrequenzen die Frischwasserzufuhr erhöhen oder die Anzahl der Badenden beschränken.

Sieben Becken wiesen eine Überschreitung des Chlorat-Höchstwertes auf, ein Becken eine Überschreitung des Richtwertes für gebundenes Chlor, und bei drei Becken war der Mindestwert für freies Chlor unterschritten. Neun der insgesamt 14 kontrollierten Badebetriebe müssen nun nachbessern.

Quelle: sda
veröffentlicht: 30. August 2022 10:43
aktualisiert: 30. August 2022 13:12