Psychiatrie am Anschlag

Wie sehr leiden Jugendliche in der Coronakrise?

15. Januar 2021, 20:27 Uhr
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Quelle: Tele 1

Die Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus belasten viele Junge. Ausgang, neue Leute treffen – all das bleibt ihnen zurzeit verwehrt. Luxusproblem sagen die einen, Psychologen warnen aber schon länger vor bleibenden Folgen für junge Erwachsene.

In der psychiatrischen Klinik in Luzern ist der stationäre Bereich seit drei Monaten restlos voll. Dass Jugendarbeiter keinen Kontakt mehr zu den Jugendlichen haben dürfen, verschärft die Situation zusätzlich. «Wenn sie Probleme zuhause haben, kommen sie damit zu uns», erzählt die Teamleiterin der Jugendanimation Horw Kathrina Mehr. «Das fehlt jetzt.» Dass die Schulen offen bleiben, helfe da nicht besonders. «Mit Problemen von zuhause gehen Jugendliche selten auf Lehrer zu», weiss Mehr.

Der Kanton Luzern hat das Problem erkannt und will Jugendtreffs wieder öffnen. Unterdessen gebe es Unterstützung für die Psychiatrie mit zusätzlichen Stellen.

«Es ist ein Dilemma»

Doch es gibt nicht nur die ernsten Fälle. Fast alle Jugendlichen leiden unter der aktuellen, anhaltenden Situation. Denn in diesem Alter will man einfach nur das Leben genissen. «Es ist ein Dilemma», sagte ein Passant bei der Tele1-Strassenumfrage. «Auf der einen Seite will man die Gesellschaft schützen und auf der anderen Seite aber auch etwas Spass haben.»

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 15. Januar 2021 20:28
aktualisiert: 15. Januar 2021 20:27