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Fast 60 Lösungen

Wie soll gegen das Luzerner Carproblem vorgegangen werden?

21. September 2021, 19:04 Uhr
Bei der Suche nach einer definitiven Lösung für das Parken von Touristencars liegt in der Stadt Luzern nun eine Beurteilung von 59 Vorschlägen vor. Eine Favoritin hat sich daraus aber nicht ergeben, wie die Stadt am Dienstag mitteilte.
Hochbetrieb auf dem Carparkplatz auf dem Luzerner Inseli im 2018: Weil diese Parkplätze aufgehoben und ein Park realisiert wird, sucht die Stadt nach einer Ersatzlösung. (Archivaufnahme)
© KEYSTONE/URS FLUEELER

Vier Jahre nachdem die Stadt Luzern die Aufhebung des Carparkplatzes beim Inseli hinter dem Bahnhof beschlossen hat, weiss sie noch immer nicht, wie der Ersatz konkret aussehen soll. 

Es zeichnet sich aktuell erst eine provisorische Lösung für einen Carparkplatz in der Nachbargemeinde Kriens ab. Auf einer Brache beim Kulturhaus Südpol sollen ab Ende 2022 während mehrerer Jahre 28 Parkplätze für Reisebusse zur Verfügung stehen. Der Grosse Stadtrat soll Ende Oktober dafür einen 4,6-Millionen-Franken-Kredit sprechen. Die vorberatende Kommission stützt das Vorhaben, wie sie am Dienstag mitteilte.

Vorschlag bis Sommer 2022

Bis im ersten Halbjahr 2022 will die Stadtregierung einen Vorschlag für ein definitives Car-Konzept vorlegen. Er wird sich dabei auch auf die fachliche Bewertung von 59 Lösungsvorschlägen stützen, die am Dienstag publiziert worden ist.

Fachleute der Firma Gruner AG überprüften einen ganzen Strauss von Ideen – Carparkplätze an verschiedenen Standorten in der Agglomeration oder in der Stadt, mögliche unterirdische Parkings oder Umnutzungen. Auch von den Stimmberechtigten abgelehnte Vorhaben wie die Erschliessung eines ausserhalb der Stadt gelegenen Carparkplatzes mit einer Metro wurden bewertet.

Lösungen kaum vergleichbar

Eine Superlösung aus den 59 Vorschlägen zeichnete sich aber nicht ab. Diese könnten nicht Eins zu Eins miteinander verglichen werden, teilte die Stadt mit. Teure Gesamtlösungen hätten zwar einen höheren Nutzen als günstigere Erweiterungen. Wegen der teils sehr hohen Investitionskosten würden die kostengünstigeren Lösungen aber besser abschneiden.

Grundsatzdiskussion gestartet

Weil der Cartourismus in der Stadt Luzern kontrovers diskutiert wird und es eine Vielzahl von Vorschlägen für die Unterbringung der Busse gab, entschied sich die Stadtregierung 2019 für eine Grundsatzdiskussion. 

In einem ersten Schritt wurden 18 Ziele erarbeitet. Die Reisebusse sollen möglichst wenig Verkehr verursachen, die Carparkplätze sollen möglichst wenig negative Auswirkungen auf das Umfeld haben und die Verkehrssicherheit für alle soll gewährleistet sein. 

Bis eine definitive und langfristige Lösung steht, plant die Stadt Luzern einen provisorischen Carparkplatz auf der Rösslimatt Kriens. Dafür hat die Städtische Baukommission grünes Licht gegeben, wie sie einer Mitteilung schreibt.

Quelle: sda
veröffentlicht: 21. September 2021 10:07
aktualisiert: 21. September 2021 19:04