Pflegehilfe

Wie weiter für Betroffene nach Behandlungsstopp der Spitex Rotsee?

5. Januar 2022, 05:42 Uhr
Anfang Dezember gab die Gemeinde Ebikon bekannt, dass die Spitex Rotsee im 2022 ihre Dienste nicht mehr anbieten darf, weil sie diverse Auflagen nicht erfüllt. Der Geschäftsführer der Spitex reichte zwar Beschwerde beim Verwaltungsgericht ein, allerdings ohne Erfolg. Das Kantonsgericht gab der Gemeinde recht. Darunter leiden müssen jetzt jene, die am wenigsten schuld daran sind.
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Quelle: Tele 1

Seit Jahren erhält der Tetraplegiker Peter von Moos pflegerische Unterstützung von der Spitex Rotsee. Dass damit nun Schluss sein soll, ist für ihn ein Schock: «Ich bin in einem Schwebezustand. Ich kann nicht von frühmorgens bis in der Nacht im Bett liegen und niemand bringt mir etwas zu essen.»

Auch wenn der Entschluss für die Klienten und für die Mitarbeitenden überraschend kam, die Gemeinde Ebikon gewährte der Spitex Rotsee bis am 30. November eine Frist, um gewisse Auflagen zu erfüllen. Dies verstrich aber ohne, dass sich was geändert hatte. Deshalb entzog die Gemeinde der Spitex Rotsee für das Jahr 2022 die Betriebsbewilligung.

Für viele betroffene Klienten konnte zwar eine Übergangslösung gefunden werden, trotzdem über die Jahre sei auch ein Vertrauensverhältnis entstanden, das nicht leicht zu ersetzen ist, so von Moos. Wie es mit dem Tetraplegiker danach weitergeht, bleibt offen.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 5. Januar 2022 05:42
aktualisiert: 5. Januar 2022 05:42
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