Luzerner on the road

«Wir wollen zeigen, wie divers der Kontinent Afrika ist»

Chantal Herger, 6. Juni 2022, 08:25 Uhr
Über 25'000 Kilometer, 47 Länder, zwei Luzerner und ein Off-Roader – das ist die Idee hinter «Discover Africa» . Die beiden Freunde Samuel Zihlmann und Brian Bucher werden die nächsten zwei Jahre quer durch den afrikanischen Kontinent reisen.

Einmal rund um den Kontinent Afrika – von Marokko runter bis nach Südafrika und wieder rauf in den Sudan: Eine solche Reise habe noch niemand gemacht, erzählt Samuel Zihlmann aus Ruswil. Der 35-Jährige wird zusammen mit seinem Freund Brian Bucher das Abenteuer wagen. Die beiden kennen sich seit 20 Jahren und waren bereits mehrmals zusammen unterwegs. Die Idee, Afrika zu bereisen, entstand bei beiden unabhängig voneinander. «Für Brian ist es der letzte Kontinent, den er bereist. Ich interessiere mich seit jeher für die verschiedenen Ethnien und Menschen. So kam das Abenteuer Afrika auf die Bucketlist.»

Seit zwei Jahren bereiten sich die beiden Freunde auf das Abenteuer vor – ein wichtiger Bestandteil dabei: der Umbau ihres Off-Roaders. «Die meisten Vorbereitungsstunden haben wir in den Umbau des Autos investiert», so der Luzerner. Den alten Nissan mit Baujahr 1990 haben sie mit Unterstützung vieler helfenden Händen restauriert und für ihre Zwecke umgebaut. Das auf den Namen «Dötnius» getaufte Fahrzeug wird auf der Rundreise auch ihr Zuhause sein.

Strassenverhältnisse sind herausfordernd

«Mir ist es wichtig, die Reise zu dokumentieren», erklärt Samuel Zihlmann, der im Bereich Werbung und Kommunikation gearbeitet hat. Das Foto- und Videoequipment spielt daher eine besondere Rolle. «Wir wollen Geschichten erzählen, die uns bei unseren Begegnungen aber auch bei unseren Beobachtungen als prägend und wichtig erscheinen.» Dazu möchten sie Interviews mit Menschen vor Ort führen und so deren Leben in den Fokus rücken, so Zihlmann weiter. Und: «Wir wollen zeigen, wie divers der Kontinent Afrika ist – und auch sensibilisieren.»

Den Gefahren und Herausforderung einer Reise quer durch Afrika sind sich die beiden Luzerner bewusst. In einigen Ländern herrschen bürgerkriegsähnliche Zustände und es wurden auch schon Touristen entführt: «Es wird keine einfache Reise. Wir haben uns informiert und wissen, welche Regionen heikel sind», sagt der 35-Jährige. Deshalb werden sie auch mit anderen Afrika-Reisenden auf gewissen Strecken Konvois bilden, um Überfällen vorzubeugen. Zudem werden sie sich jeweils bei den jeweiligen Botschaften melden, damit diese wissen, dass sie im Land sind. Auch bezüglich Strassenverhältnisse wird es abenteuerlich, nicht überall sind Strassen vorhanden.

Der Respekt bei den Reisenden ist da, ebenso die Vorfreude. «Wir freuen uns, Zeit zu haben und viel Neues entdecken zu dürfen. Und auf die Begegnungen mit Einheimischen, aber auch jene mit anderen Reisenden.»

Am Montag gehts los

Noch sind Samuel Zihlmann und Brian Bucher zu Hause bei ihren Eltern in Ruswil einquartiert. «Wir sind relaxt. Erst am Montag geht es dann wirklich los.» Um sechs Uhr fahren sie los Richtung Genua, von da bringt die Fähre die beiden Freunde nach Marokko.

Nach 25 Kilometer, 47 Länder und zwei Jahren werden die beiden Luzerner wieder zu Hause in der Schweiz erwartet.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 16. Mai 2022 16:27
aktualisiert: 6. Juni 2022 08:25
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