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Reiden

Zehntausende Bienen qualvoll erstickt

13. Februar 2021, 17:51 Uhr
Ein Unbekannter schliesst die Fluglochöffnungen eines Bienenhäuschens bei Reiden und verursacht so den Tod von Zehntausenden Bienen. Imker Heinz Schneeberger ist fassungslos.
In Reiden sind hunderte Bienen erstickt, weil jemand die Flugöffnungen am Bienenhaus schloss und die Tiere so keinen Sauerstoff mehr bekamen.
© KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE

Das Bienenhaus liegt am Waldrand des Gebiets Chruterli bei Reiden und bis vor kurzem beheimatete es 16 Bienenvölker. Nun sind mehr als die Hälfte der Bienen tot, wie das Zofinger Tagblatt schreibt. Zehn der 16 Bienenvölker sind erstickt. Der Imker Heinz Schneeberger muss die Tiere mit der Schaufel einsammeln. Kein Wunder, besteht ein Bienenvolk doch aus rund 80'000 Bienen.

Grund für die Verendung ist ein Unbekannter, der die Flugöffnungen am Bienenhaus schloss. Die Tiere bekamen so keinen Sauerstoff mehr. Laut Schneeberger waren die Öffnungen mit einem Metallschieber versehen, dieser war wiederum mit einer Schraube fixiert. Die unbekannte Täterschaft musste die Schrauben mit viel Kraft mit der Hand oder mit einem Schraubenzieher lösen. Er hat Anzeige gegen Unbekannt eingereicht. 

Schneeberger trägt durch die Tat einen finanziellen Schaden von gut 40'000 Franken davon und doch täten ihm vor allem: «die Tiere leid, die so qualvoll verendet sind.»

Die Tat hat auch Folgen für die restlichen Bienen: «Ob die verbliebenen sechs Völker im Bienenhaus im Chruterli diesen Stress überleben, ist noch ungewiss», so Schneeberger gegenüber dem Zofinger Tagblatt.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 13. Februar 2021 17:51
aktualisiert: 13. Februar 2021 17:51