Am 8. Januar

Luzerner Skigebiete öffnen wieder – aber nur am Wochenende

6. Januar 2021, 20:14 Uhr
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Quelle: PilatusToday

Luzerner Skigebiete müssen seit dem 22. Dezember 2020 geschlossen bleiben. Das Gesundheits- und Sozialdepartement (GSD) hat nach einer Aussprache im Regierungsrat entschieden, den Wintersportgebieten ab Freitag wieder eine Bewilligung zu erteilen.

Diese Bewilligung ist jedoch an strenge Auflagen geknüpft und kann widerrufen werden, wenn es die aktuelle Lage erfordere, schreibt der Kanton.

Folgende Auflagen gelten in den Skigebieten:

  • Zwischen 8. Januar und 7. Februar 2021 sind die Luzerner Skigebiete jeweils nur zwischen Donnerstagmorgen und Sonntagabend geöffnet.
  • Es gilt eine grundsätzliche Kapazitätsbeschränkung der Gäste, die bei 66 Prozent liegt (der Wert bemisst sich nach der Anzahl der Gäste an Spitzentagen).
  • Die von den Bergbahnbetreibern angelegten Schlittelwege sowie Snowparks und andere Schneesportanlagen bleiben bis auf Weiteres geschlossen, um das Verletzungsrisiko und die damit einhergehende Gefahr von Hospitalisationen gering zu halten.
  • Einzelne Pistenabschnitte werden aus Gründen der Unfallprävention vorerst nicht geöffnet (insbesondere schwarze Pisten).
  • Die Konsumation in Restaurationsbetrieben ist nicht möglich, es stehen jedoch Take-Away-Angebote zur Verfügung. Zudem gilt ein Alkoholverbot.
  • Die Mitarbeitenden der Skigebiete, die in direktem Kundenkontakt stehen, müssen sich wöchentlich einem Corona-Test unterziehen. Das Testen der Mitarbeitenden ist Sache der Betreiber der Wintersportgebiete.

«Es braucht diese strengen Auflagen, damit die Wiederaufnahme des Wintersportbetriebs im Kanton Luzern verantwortbar ist. Denn: die epidemiologische Lage ist noch immer ernst, und die Auslastung der Spitäler wie auch die Belastung des Personals sind nach wie vor hoch. Da die Lage aber stabil ist, wir gegenwärtig beim kantonalen Alarmkonzept wieder bei Alarmstufe orange statt rot sind und der Reproduktionswert leicht gesunken ist, können die Skigebiete teilweise geöffnet werden», so Gesundheits- und Sozialdirektor Guido Graf.

Die Kantonsregierung versuche dabei, immer das Gesamtbild zu berücksichtigen: «Die Massnahmen sind so streng wie nötig, um Infektionsrisiken und Todesfälle zu beschränken und so massvoll wie möglich, um das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben auch in Pandemiezeiten zu ermöglichen», so Graf.

Eine Insellösung, findet man in Sörenberg

René Koller, Direktor der Bergbahnen Sörenberg, spricht denn auch von einer «Insellösung», die der Kanton getroffen habe. So müsse etwa Sörenberg die beliebte Rothorn-Abfahrt schliessen, bessere Skifahrer dürften daher auf den Titlis oder nach Andermatt ausweichen.

Dennoch seien «erste positive Ansätze» vorhanden, ein Minimalziel sei erreicht. Der Wochenendbetrieb sei für Sörenberg tragbar, da das Skigebiet vor allem Tagesgäste anziehe. Auch die Kapazitätsbeschränkung, die rund 5'500 Eintritte bedeute, könne man technisch gut umsetzen.

Überrascht sei er ob der Testpflicht für die Mitarbeitenden. Betroffen sei etwa die Hälfte der 212 Angestellten. Wer die Tests bezahlt, sei noch nicht geklärt, sagte Graf. Die günstigeren Schnelltests seien aber ausreichend. Mit dieser Massnahme sollen die Gäste Sicherheit haben.

Für Theo Schnider ist das «Weekend-Programm» ein nachvollziehbarer Kompromiss. «Donnerstag bis Sonntag sind unserer besucherstarken Tage. Für uns eine Ausgangslage, um im Februar während der Sportwoche mit Vollbetrieb zu starten», so der Verwaltungsratspräsident der Bergbahnen Sörenberg.

Appel an Wintersportlerinnen und Wintersportler

«Ebenso wichtig bleibt es, beim Anstehen und bei anderen Personenansammlungen den Abstand einzuhalten und eine Schutzmaske zu tragen», sagt der Gesundheitsdirektor.

Weiteres Vorgehen wird in der dritten Kalenderwoche festgelegt

Die epidemiologische Situation werde laufend analysiert und ein Entzug der Bewilligung ist je nach Entwicklung jederzeit möglich, so der Kanton. In der dritten Jahreswoche werde man sich mit Verttretern der Skigebiete treffen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Das Ziel sei, eine möglichst «gute Ausgangslage für die bevorstehenden Fasnachtsferien zu schaffen», so Gesundheitsdirektor Guido Graf.

(red.)

Quelle: PilatusToday / SDA
veröffentlicht: 6. Januar 2021 15:11
aktualisiert: 6. Januar 2021 20:14