Fall der besonderen Lage

Maskenpflicht und Isolation sollen Ende März Geschichte sein

Anita von Rotz, 25. März 2022, 10:36 Uhr
Laut dem Entscheid des Bundesrates wird die besondere Lage im Zusammenhang mit dem Coronavirus Ende März aufgehoben. Das heisst: Ab 1. April gibt es voraussichtlich keine Maskenpflicht und keine Isolation mehr. Die Zentralschweizer Kantone sind damit einverstanden.
Die Maskenpflicht im ÖV könnte am 1. April Geschichte sein.
© KEYSTONE/TI-PRESS/ELIA BIANCHI

Wenn Ende März die Corona-Massnahmen auf Bundesebene fallen, ziehen alle sechs Zentralschweizer Kantone mit. Das heisst es auf Anfrage von PilatusToday und Tele 1. «Für die Urner Bevölkerung ändert sich nur, was sich für den Rest der Schweiz auch ändert», schreibt beispielsweise der Kanton Uri.

So sehen es auch die anderen Kantone. Die Zuger Gesundheitsdirektion betont in diesem Zusammenhang jedoch: «Es steht nach wie vor allen Institutionen und Firmen frei, eigene Schutzmassnahmen vorzunehmen. So können etwa Spitäler, Kliniken und Pflegeheime weiterhin eine Maskenpflicht in ihren Räumen vorschreiben.»

Zeitpunkt günstig, um Maskenpflicht zu verabschieden

Lukas Engelberger, Präsident der kantonalen Gesundheitsdirektoren, würde es begrüssen, wenn Institutionen die Maskenpflicht trotz Aufhebung eigenständig weiterführen. «Von Spitälern und Heimen erwarte ich das ganz klar, da sich dort viele besonders vulnerable Personen aufhalten und auch das Personal geschützt werden muss. Beim ÖV scheint das weniger akut, da sich die Fahrgäste besser selbst schützen können», sagte er kürzlich gegenüber der  Sonntagszeitung.

Grundsätzlich sehe Engelberger aber keinen Grund mehr, an der Maskenpflicht festzuhalten. «Wir sollten den geplanten Normalisierungsschritt machen, wenn die Lage sich nicht dramatisch verschlechtert. Der Zeitpunkt ab April scheint saisonal günstig.»

Braucht es die Impfzentren noch?

Wenn Maskenpflicht und Isolation fallen, stellt sich auch die Frage, wie stark die Corona-Impfung noch gefragt ist? Bei allen Zentralschweizer Kantonen heisst es, dass die Nachfrage danach stark zurückgegangen ist. Der Kanton Luzern schliesst darum seine Impfzentren bereits Ende März.

In Uri kann man sich schon länger nur noch im Kantonspital impfen lassen. Die übrigen Impfzentren sind bereits geschlossen. Auch im Kanton Nidwalden wurde das Impfangebot reduziert. Seit rund einem Monat ist das Impfzentrum in Oberdorf zu. Man kann sich aber weiterhin in Arztpraxen und Apotheken impfen lassen.

Impfkapazität der Nachfrage anpassen

Der Kanton Obwalden teilt mit, dass das Impfzentrum in Sarnen auf ein Minimum heruntergefahren wird. «Kapazitäten könnten jedoch bei Bedarf im Herbst rasch wieder hochgefahren werden». In Schwyz werde die Impfkapazität laufend der Nachfrage angepasst.

Schon vor zwei Wochen hat der Kanton Zug mitgeteilt, dass er die Öffnungszeiten für die Impfzentren stark einschränke. Das weil die Nachfrage nach Coronaimpfungen auch in Zug stark abgenommen habe.

Entscheid fällt nächste Woche

Ob alle noch geltenden Corona-Massnahmen ab dem 1. April verschwinden werden, ist noch nicht ganz klar. Der Bundesrat wird dies an seiner Sitzung vom 30. März entscheiden und dann bekannt geben. Der grösste Diskussionspunkt wird die Maskenpflicht sein.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 28. März 2022 13:04
aktualisiert: 28. März 2022 13:04
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