Nachwehen des Lockdowns

Mehr Jugendliche sind in psychiatrischer Behandlung

5. August 2020, 19:22 Uhr
Angststörungen, Depressionen und Suizidgedanken – Diese Krankheitsbilder werden oft auch bei Kinder und Jugendlichen behandelt. Seit dem Lockdown hat sich die Situation bei den Jugendpsychiatrien verschärft.

Besonders zum Schulbeginn werde ein Schub erwartet, wenn der Schulstress wieder zunehme und die Schülerinnen und Schüler Prüfungen schreiben müssen. Schulphobie ist ein immer häufigeres Krankheitsbild, das durch den Lockdown noch verstärkt wurde. Normalerweise werden rund die Hälfte der Patienten aufgrund von Schulphobie behandelt, nun sind es zwei Drittel, sagt Oliver Bilke-Hentsch, Chefarzt Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Um den Betroffenen zu helfen, arbeitet beispielsweise die Kantonale Mittelschule Uri mit einem Schulpsychologen und Vertrauenslehrpersonen zusammen. Bei ihnen können die Schüler über ihre Sorgen und Ängste sprechen.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 5. August 2020 05:51
aktualisiert: 5. August 2020 19:22