Berggebiete

Mit dieser Maschine gehts Engerlingen an den Kragen

02.05.2020, 18:48 Uhr
· Online seit 02.05.2020, 18:15 Uhr
Die Larven von Maikäfern sorgen gerade in Berggebieten für Ärger. Eine neue Maschine soll nun Abhilfe schaffen: Sie wird im Maderanertal getestet.
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Sie sieht ein bisschen aus wie eine Mischung aus Rasenmäher und Marsroboter: Die Maschine, mit der derzeit im Urner Berggebiet die Bekämpfung von Engerlingen getestet wird. Über Walzen mit spitzen Zapfen wird eine Kombination aus Wasser und Pilzsporen in den Boden gespritzt. «Dieser Pilz wirkt spezifisch nur auf den Engerling», sagt Christian Schweizer, Insektenforscher bei der Schweizer Forschungsstelle für Landwirtschaft, Agroscope. Es handle sich also nicht um ein Insektengift, sondern um ein natürliches Produkt, mit dem den Larven der Gar aus gemacht werden soll.

Entwickelt hat den Prototyp die Forschungsstelle Agroscope gemeinsam mit einem österreichischen Maschinenbauer. «Das Tolle daran ist, dass man damit in den Steilhang kann», sagt Christian Schweizer. Denn hier käme man mit den Saatmaschinen nicht hin.

Quelle: PilatusToday

Ein leidiges Problem im Urner Berggebiet

In den Urner Berggebieten sind Engerlinge schon lange ein leidiges Problem: Sie fressen die Wurzeln von Gras ab und das zerstört die Grasnarbe. Die befallenen Hänge würden dadurch anfälliger für Schlammlawinen, erklärt Schweizer.

Aber das ist nicht das einzige Problem: «An den stark befallenen Abschnitten haben wir bis zu 70 Prozent weniger Futter», sagt Landwirt Rolf Fedier, auf dessen Land der Prototyp getestet wird. Und auch die Qualität des Futters leide, weil gerade die guten Gräser von den Engerlingen zerstört würden.

Im Spätsommer werden die Forscher von Agroscope zurückkehren um zu sehen, ob die Maschine auch hält, was sie verspricht.

veröffentlicht: 2. Mai 2020 18:15
aktualisiert: 2. Mai 2020 18:48
Quelle: Tele 1

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