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150 Franken Corona-Prämie

Mitarbeiterin am LUKS: «Das ist wie ein Schlag ins Gesicht»

23. Februar 2021, 17:27 Uhr
Das Gesundheistpersonal steht besonders unter Druck. (Symbolbild)
© Getty Images
Für ihre unermüdliche Arbeit wurde den Mitarbeitenden des Luzerner Kantonsspitals (LUKS) eine Corona-Prämie von 150 Franken als «Zeichen der Wertschätzung» ausgezahlt. Eine Pflegefachfrau zeigt sich enttäuscht und spielt mit den Gedanken, den Beruf zu wechseln.

Mit ihrem 80 Prozent Pensum erhielt die LUKS-Mitarbeiterin gerade einmal 120 Franken ausbezahlt. «Ich wusste zuerst nicht, ob ich weinen oder lachen soll», so die Frau gegenüber «Zentralplus». Im Vergleich zu anderen Spitälern fällt die Belohnung im LUKS bescheiden aus. So erhält das Waadtländer Pflegepersonal gemäss dem Bericht eine Corona-Prämie in Höhe von 900 Franken. Das für rund 14'000 Pflegende.

LUKS: «Zeichen der Wertschätzung»

Seitens LUKS wurde die niedrig ausfallende Belohnung folgendermassen begründet: «Trotz der angespannten Finanzlage haben die Verantwortlichen ein ganzes Massnahmenpaket beschlossen, um den enormen Einsatz der Mitarbeitenden in den vergangenen Monaten zu honorieren und damit ein Zeichen der Wertschätzung zu setzen», so der Mediensprecher des LUKS, Markus von Rotz, gegenüber dem Onlineportal. Für die Mitarbeitenden der Intensivpflege habe es zudem eine Prämie in Form eines Gutscheins gegeben.

Nicht mehr als ein Vertröster

Die 120 Franken als «Vertröster» sei für sie wie «ein Schlag ins Gesicht», erklärt die Mitarbeiterin. Für sie sei das keine angemessene Genugtuung. Durch die hohe Belastung im Berufsalltag fühle sie sich zunehmend ausgelaugt und habe nicht genügend Ausgleich. Deshalb spiele sie mit den Gedanken, sich einen anderen Job zu suchen.

(str)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 23. Februar 2021 11:57
aktualisiert: 23. Februar 2021 17:27