Zentralschweiz

«Möchte Leichtigkeit in Spital-Alltag bringen»: Im Kispi mit «Dr. Fridolin»

Woche des Glücks

«Möchte Leichtigkeit in Spital-Alltag bringen»: Im Kispi mit «Dr. Fridolin»

24.03.2023, 16:36 Uhr
· Online seit 24.03.2023, 16:30 Uhr
Wenn Kinder ins Spital müssen, ist das nicht nur für sie, sondern auch für die Eltern eine Herausforderung. Wegen des Personalmangels können Pflegende den Kindern derzeit nicht genügend Zeit widmen. Die Clowns der Stiftung Theodora sollen Abhilfe schaffen. Wir haben «Dr. Fridolin» in Luzern begleitet.

Quelle: PilatusToday / David Migliazza

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Ukulele spielend und mit einem Zaubertrick in der Tasche besucht «Dr. Fridolin» seine erste Patientin im Kinserspital Luzern. Vorerst noch etwas skeptisch über den Überraschungsgast, strahlt Luana später übers ganze Gesicht, als der Spitalclown ihr einen Zaubertrick vorführt. Einen Moment scheint es so, als könnte die junge Patientin ihre bevorstehende Operation vergessen. Nicht nur für Luana eine willkommene Abwechslung zum Spital-Alltag, sondern auch für ihre Eltern.

Lächeln im Gesicht lässt vergessen

«Für die Kinder sind solche Momente eine enorme Erleichterung, um es im Spital auszuhalten», ist sich die Mutter von Luana, Christina Weihrauch, sicher. Vor den Spital-Besuchen frage ihre Tochter jedes Mal, ob ein Clown auf Besuch kommen wird. Luana sei sehr fokussiert auf die Angebote der Stiftung Theodora. Und diese zaubern der jungen Patientin jedes Mal ein Lächeln ins Gesicht – genauso wie ihrer Mutter.

Und genau solche fröhliche Gesichter seien der Grund, warum Martin Soom seine Aufgabe als «Dr. Fridolin» liebt. Die Kinder auf andere Gedanken zu bringen sei aber nicht immer einfach, erzählt er uns. Dafür hat er so einige Tricks auf Lager. «An erster Stelle probiere ich den Kindern möglichst authentisch zu begegnen. Wenn sie weinen, greife ich zu Seifenblasen oder zur Ukulele.» Sein Ziel ist, Leichtigkeit in den Spitalalltag zu bringen.

Unterstützung für Pflegepersonal

Der Besuch von «Dr. Fridolin» ist nicht nur Unterhaltung für die Kinder, sondern auch eine riesige Unterstützung für das Pflegepersonal. «Das nimmt uns extrem viel Arbeit ab», sagt Sabrina Figuera, stellvertretende Leiterin des Kinderspitals Luzern. Die Kinder merken, wenn das Pflegepersonal gestresst oder unter Druck ist. Dieser Druck schwinde jedoch, wenn «Dr. Fridolin» den Raum betritt. «Es geht alles viel einfacher und bietet allen ein grosser Benefit.»

veröffentlicht: 24. März 2023 16:30
aktualisiert: 24. März 2023 16:36
Quelle: PilatusToday

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