Altstadt Luzern

Neuer City-Manager soll «Lädelisterben» in Luzern stoppen

3. März 2021, 18:31 Uhr
Das Lädelisterben ist auch in der Stadt Luzern ein Problem
© PilatusToday
In der Altstadt Luzern trifft man auf immer mehr leerstehende Ladenflächen, auch aufgrund Corona. Die unattraktiven kahlen Schaufenster geben der City-Vereinigung zu denken. Nun präsentieren sie eine Lösung im Kampf gegen das «Lädelisterben».

Wie zentralplus berichtete, gibt es momentan in der Altstadt Luzern mehr als zwei Dutzend leere Ladenlokale. Die Massnahmen rund um die Corona-Pandemie haben oder werden diese Umstände wohl noch weiter verschärfen.

Wie viele leere Schaufenster tatsächlich vorzufinden sind, hat man bei der City-Vereinigung nicht auf dem Schirm. «Zu leeren Läden kann ich nichts sagen», meint Lucas Zurkirchen, Politikverantwortlicher bei der Organisation, auf Anfrage von zentralplus. Man verfüge schlicht und einfach über kein Monitoring solcher Prozesse.

Kein attraktives Bild: Leere Schaufenster in der Altstadt Luzern. 

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Doch eine Lösung für das Problem hat die City-Vereinigung gleichwohl. Die Einsetzung einer City-Managerin oder eines City-Managers steht seit drei Jahren im Raum zur Diskussion. Die Idee soll auch beim Stadtrat auf offene Ohren gestossen sein.

Eine City-Managerin oder ein City-Manager soll die Schwierigkeiten rund um den Tourismus, die Verkehrspolitik oder die Nutzung des öffentlichen Raumes koordinieren. Verschiedene Städte Deutschlands funktionieren bereits nach diesem Beispiel.

Warum? Wie Josef Williner, Präsident der City-Vereinigung, in einem früheren Interview zur Redaktion von PilatusToday gesagt hat: «Die Stadt Luzern ist das grösste Outdoor-Shopping-Center der Region.» Daher sei ein City-Manager – analog wie ein Manager in einem Einkaufscenter – eine gute Möglichkeit, die vielen Herausforderungen der Zukunft zu meistern, meint Lucas Zurkirchen.

Tendenz sinkend: Corona wird den stationären Detailhandel in der Stadt wohl auch nicht stärken. Die City-Vereinigung will daher eine neue Stelle schaffen: Den City-Manager. 

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Die neu geschaffene Stelle soll jedoch nicht durch die Stadtverwaltung besetzt werden. «Die entsprechenden Aufgaben müssen von einer unabhängigen Stelle ausgeführt werden», mutmasst Zurkirchen. Finanziert werden soll die Stelle über eine weitreichende Trägerschaft von lokalen Wirtschaftsverbänden, dem Tourismus und den Hoteliers. Zu einem gewissen Grad aber auch durch die Stadt selbst, denn die Attraktivität des Lebensraumes sei für alle von wichtiger Bedeutung.

«Bei der City-Vereinigung steht das Projekt derzeit zuoberst auf der Prioritätenliste», sagt Zurkirchen zu zentralplus. In einer ersten Phase sollen nun Gespräche mit den Beteiligten und eine Umfrage mit Mitgliedern der verschiedenen Organisation durchgeführt werden. Bis zu Beginn der kommenden Sommerferien sollen erste Ergebnisse vorliegen.

(bsv)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 3. März 2021 14:39
aktualisiert: 3. März 2021 18:31