Zentralschweiz
Nidwalden

Emmetten in Nidwalden: Herdenschutzhunde im Wandergebiet: So verhält man sich richtig

Emmetten

Herdenschutzhunde im Wandergebiet: So verhält man sich richtig

· Online seit 06.07.2024, 10:39 Uhr
Eine schöne Wanderung mit einem schmerzhaften Ende: Nicht, was man sich erhofft, es kommt aber immer wieder vor. Zum Beispiel, wenn Mutterkühe auf Wanderer losgehen, oder wie kürzlich in Nidwalden, wenn ein Herdenschutzhund zubeisst. Mit mehr Wissen könnte man solche Situation aber verhindern.
Anzeige

In Nidwalden, wo vor Kurzem Wanderer von einem Herdenschutzhund gebissen wurden, befindet sich der einzige Ausbildungsort für Herdenschutzhunde in Emmetten. Heinz Feldmann, Herdenschutzhunde-Spezialist bei der Fachstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft, kennt das Problem. «Viele Leute haben vor Herdenschutzhunden oder Hunden allgemein Angst. Wenn sie dann im Wandergebiet plötzlich auf einen treffen, verhalten sie sich vielleicht eher verängstigt.» Das könne bereits zu einem Zwischenfall führen.

Gerade das Bellen würden Menschen oft als aggressiv betrachten. Für den Hund sei das aber einfach eine Form zu zeigen, «das hier ist mein Gebiet, meine Herde, die ich bewache». Das könne für Menschen tatsächlich eine stressige Situation sein, so Feldmann.

Wie verhält man sich, wenn man auf eine Herde trifft?

Das richtige Verhalten in so einer Situation ist laut Heinz Feldmann, stehen zu bleiben, dem Hund Zeit zu geben, die Lage zu analysieren. Denn: «So kann der Hund merken, es ist ein Wanderer, keine Gefahr für meine Herde. Dann langsam weitergehen und die Herde sicher umgehen.» Was auf gar keinen Fall geht, sei die Hunde zu streicheln, betont Feldmann. «Dann weiss man nicht, was passieren kann. Das sind keine Kuschelhunde.»

Scan den QR-Code

Du willst keine News mehr verpassen? Hol dir die Today-App.

Bei Wanderern in Emmetten nachgefragt, scheinen diese Verhaltensweisen bekannt zu sein. So sagt Celine aus Marbach, die selbst einen Hund dabei hat, dass sie diesen sicher an der Leine und nahe bei sich lassen und stehen bleiben würde. Auch Samuel aus Hünenberg weiss, dass man einen Herdenschutzhund nie streicheln sollte. Er ist sich sicher: "Setzt man die Regeln so um, kann man den grössten Teil der Vorfälle vermeiden.

(red.)

veröffentlicht: 6. Juli 2024 10:39
aktualisiert: 6. Juli 2024 10:39
Quelle: Tele 1

Anzeige
Anzeige
redaktion@pilatustoday.ch