Nidwaldner Regierung

«Es war eine Überraschung» – GLP schnappt sich FDP-Sitz

Chantal Herger, 13. März 2022, 18:49 Uhr
Sieben Sitze gab es bei den Regierungsratswahlen in Nidwalden zu vergeben – fünf Bisherige traten an und wurden wiedergewählt. Mit Therese Rotzer sitzt nun eine dritte Frau in der Regierung. Neu ist auch die GLP vertreten.
Der neue Nidwaldner Regierungsrat: Therese Rotzer, Mitte, Regierungsraetin Michele Bloechliger, SVP, Peter Truttmann, GLP, Joe Christen, FDP, Karin Kayser-Frutschi, Mitte, Regierungsrat Res Schmid, SVP, Regierungsrat Othmar Filliger, Mitte, v.l.n.r.
© KEYSTONE/Urs Flüeler

Es zeichnete sich bald ab: Die bisherigen Nidwaldner Regierungsräte werden wiedergewählt. Das beste Resultat erzielte Othmar Filliger mit 10'250 Stimmen. «Es war ein spannender Wahlkampf und man wusste nicht, wie es rauskommt. Ein solch gutes Resultat zeigt auch, dass die Nidwaldner Bevölkerung die Arbeit der Regierung schätzt.» Das absolute Mehr lag bei 5486 Stimmen. Auch die Justiz- und Sicherheitsdirektorin Karin Kayser schaffte mit 10'036 Stimmen ein Glanzresultat. Die übrigen bisherigen Kandidierenden sind ebenfalls zufrieden mit ihren Resultaten und sehen dies als Zeichen für ihre bisherige Arbeit.

Neu gewählt sind die beiden Kandidierenden Therese Rotzer (Die Mitte) und Peter Truttmann (GLP). Damit verteidigt Die Mitte ihren Sitz in der Regierung, nach dem Josef Niederberger nicht mehr angetreten war. Die FDP, die mit Judith Odermatt und Dominik Steiner angetreten ist, verliert den bisherigen Sitz des abtretenden Alfred Bossard an die GLP.

GLP erstmals in Regierung vertreten

Bei der anschliessenden Medienkonferenz sitzt die neue Nidwaldner Regierung erstmals beieinander: drei Frauen und vier Männer – dreimal Die Mitte, zweimal SVP und je einmal FDP und GLP.

Die neugewählte Theres Rotzer (Die Mitte) freute sich sehr über die Wahl: «Bis heute Morgen war ich sehr angespannt und bin von einem knappen Resultat ausgegangen. Ich freue mich, dass ich ein solches Resultat erreichen konnte.» Vor allem sei sie überrascht, dass sie mehr Stimmen als der bisherige Res Schmid holen konnte. Auch, dass sie nun als dritte Frau die Nidwaldner Regierung vertritt, bedeutet ihr sehr viel, verweist aber auf die nicht gewählte Judith Odermatt: «Es wäre schön gewesen, wenn es vier Frauen gewesen wären.»

Peter Truttmann, der mit der Partei GLP neu in der Regierung sitzt, war vor der Wahl sichtlich angespannt. «Ich habe riesige Freude und es war eine Überraschung. Meine Anspannung ist jetzt gelöst», sagte er nach der Wahl. Er sei am Morgen noch joggen gegangen, um seine Nervosität in den Griff zu kriegen. Dass die GLP als Partei, die vor knapp sieben Monaten gegründet wurde, auf Anhieb einen Regierungssitz ergattern konnte, sei sehr erfreulich, so die Co-Präsidentin Denise Weger: «Es ist eine starke Leistung.»

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 13. März 2022 16:46
aktualisiert: 13. März 2022 18:49
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