Teffli-Rally in Ennetmoos

«Herzensangelegenheit» mit 30'000 Fans, 2 Tonnen Pommes und 900 Kilo Chicken Nuggets

Tobias Hotz, 12. August 2022, 10:27 Uhr
Am Wochenende geht die 12. Teffli-Rally über die Bühne. Ein Anlass, der 30'000 Personen nach Ennetmoos lockt. Wir waren bei den Aufbauarbeiten dabei.

Quelle: PilatusToday / Tobias Hotz / David Migliazza

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Es wird gehämmert, geschwitzt und gebohrt: In der prallen Sonne auf dem Gelände Ennetmoos St. Jakob wird alles für die über die Nidwaldner Kantonsgrenze hinaus bekannte Teffli-Rally, bereit gemacht. «Es kann sein, dass wir in diesem Jahr die Grenze von 30'000 Besucherinnen und Besuchern knacken», sagt OK-Mitglied Christian Niederberger.

Zwei Tonnen Pommes, 900 Kilo Chicken Nuggets und 22 Kilo Senf

Verantwortlich dafür, dass die vielen Zuschauenden nicht verhungern oder verdursten, ist Thomas Barmettler. Er steht im grossen Küchenzelt, umringt von zahlreichen Grills und Fritteusen. Für das Fest nimmt er sich zwei Wochen Ferien. Der Nidwaldner ist seit 2001 im OK. Damals hatte die Teffli-Rally so viele Besucher wie heute Helfer – nämlich 1200.

«Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal 30'000 Personen bekoche. Das war nie unser Ziel.» Pro Schicht hat Barmettler 40 Personen unter sich. Diese verarbeiten an den beiden Tagen rund zwei Tonnen Pommes, 900 Kilo Chicken Nuggets und 22 Kilo Senf.

«Die Teffli-Rally ist wirklich eine Herzensangelegenheit»,sagt Christian Niederberger. «Die meisten von uns begleitet sie die Hälfte unseres Lebens.» Entstanden ist die Idee bei einer fröhlichen Tischrunde der Guggenmusik Schluchtä-Gruftis.

Einmaliges Erlebnis für die Fahrer

Zum Motorsportspektakel tragen sowohl Fahrerinnen und Fahrer bei, die an diversen Rennen teilnehmen als auch solche, die nur an der Teffli-Rally fahren. «Vor 30'000 Menschen zu fahren, macht die Rally zu einem einmaligen Erlebnis», so Christian Niederberger.

«Einen Startplatz zu ergattern ist wahrscheinlich fast das Schwierigste», erklärt Christian Niederberger. Fahrer aus dem Vorjahr geniessen Vorrang. «Freiwerdende Plätze werden an einem Stichtag vergeben. Da dauert es keine zehn Minuten, bis das Startfeld voll ist.» Um vorne mit zu fahren, brauche es einiges an Rennerfahrung.

Den Startplatz auf besondere Art und Weise verdient hat sich Marco Mathis. Er hilft bei den Aufbauarbeiten mit, bevor er am Samstag selbst am Start steht. «Ich bin recht angespannt. Wenn man am Start steht, ist man nur noch am Zittern.» Bei der letzten Austragung ist er aufgrund eines technischen Defekts ausgeschieden. Dies soll in diesem Jahr nicht passieren.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 12. August 2022 05:58
aktualisiert: 12. August 2022 10:27