Veraltet

Informatikstrategie von Ob- und Nidwalden braucht ein Update

23. März 2022, 10:43 Uhr
Die neue Informatikstrategie der Kantone Ob- und Nidwalden, die das E-Government vereinfachen soll, wird von den Gemeinden nur ungenügend unterstützt. Die Kantone wollen nun mit den kritischen Gemeinden das Gespräch suchen.
Die Abstimmungs-App des Bundes ist ein Beispiel für E-Government. (Symbolbild)
© KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Die beiden Kantone arbeiten in der Informatik eng zusammen und verfügen über ein gemeinsames IT-Amt, das Informatik-Leistungs-Zentrum Obwalden/Nidwalden (ILZ).

Veraltete Informatikstrategie

Ob- und Nidwalden haben auch eine gemeinsame Informatikstrategie. Diese ist aber veraltet. Die jüngsten technologischen Fortschritte und die Erwartungen der digitalisierten Gesellschaft seien darin nur ungenügend abgebildet, teilte die Staatskanzlei Nidwalden am Mittwoch mit.

Die beiden Kantone haben deswegen eine neue Strategie erarbeitet. Ein Ziel sei es auch, die Gemeinden stärker zu integrieren, denn es werde wegen des E-Governments immer wichtiger, dass alle Verwaltungseinheiten einbezogen seien.

Zu wenig Ja-Stimmen

Die Kantone haben nach eigenen Angaben die neue IT-Strategie unter Einbezug der Gemeinden erarbeitet. Aber nicht alle Gemeinden stimmten der Vereinbarung zu: In Nidwalden lehnten sie vier (Stans, Stansstad, Emmetten, Ennetmoos) der elf Gemeinden ab, in Obwalden sagte eine (Engelberg) der sieben Gemeinden nein. In Nidwalden wurde somit die nötige Anzahl von Ja-Stimmen von zwei Dritteln nicht erreicht.

Die Regierungen der beiden Kantone wollen nun mit den oppositionellen Gemeinden das Gespräch suchen. Sie zeigten sich in der Mitteilung zuversichtlich, dass ein gemeinsamer Nenner gefunden werden könne. Die Stossrichtung der Strategie werde nicht in Frage gestellt, hiess es. Kritisiert worden seien vielmehr die Mitwirkungsbestimmungen der Gemeinden und die Regelung der Kündigungen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 23. März 2022 10:43
aktualisiert: 23. März 2022 10:43
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