Finanzen

Nidwalden investiert in die Schuldenberatung

18. März 2021, 15:23 Uhr
Die Abwärtsspirale von Verschuldeten unterbrechen: Der Kanton Nidwalden bietet ein umfassenderes Beratungsangebot an. (Symbolbild)
© KEYSTONE/CHRISTOF SCHUERPF
Der Kanton Nidwalden holt sich bei Schuldenfragen Verstärkung jenseits der Kantonsgrenze: Die Kantonsregierung hat die Gesundheits- und Sozialdirektion beauftragt, einen entsprechenden Leistungsvertrag mit dem Verein Fachstelle für Schuldenfragen Luzern abzuschliessen.

Dadurch könnten soziale und wirtschaftliche Abwärtsspiralen von Verschuldeten unterbrochen und stabilisiert werden, teilte der Kanton Nidwalden am Donnerstag mit. In Nidwalden hätten die Betreibungsfälle in den vergangenen zehn Jahren um 34 Prozent zugenommen. Coronabedingt gehe man für das aktuelle Jahr sowie die kommenden Jahre von deutlich mehr privaten Verschuldungen aus.

Durch die Kooperation mit der Luzerner Fachstelle erhielten die Sozialen Dienste des Kantons Nidwalden einerseits fachliche Unterstützung, andererseits würden Betroffene umfassend über Lösungswege aus der Schuldenfalle informiert, heisst es weiter.

Als Sockelbetrag stehen jährlich 23'000 Franken für den Bezug der Dienstleistung der Fachstelle zur Verfügung.

Quelle: sda
veröffentlicht: 18. März 2021 15:22
aktualisiert: 18. März 2021 15:23