Sterbehilfe

Nidwaldner Regierung hält Sterbehilferegelung für ausreichend

· Online seit 30.06.2023, 09:20 Uhr
Im Kanton Nidwalden besteht eine ausreichende gesetzliche Regelung für die Sterbehilfe in Heimen und Spitälern. Die Kantonsregierung lehnt mit diesem Argument einen Vorstoss von Elena Kaiser (Grüne) ab, die eine Ergänzung des Gesundheitsgesetzes fordert, um die freiwillige Beendigung des Lebens zu regeln.
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Die Kantonsparlamentarierin kritisierte, dass das Recht, in den eigenen vier Wänden die Dienste einer Sterbehilfeorganisation zu beanspruchen, nicht explizit gesetzlich verankert sei. Patientinnen und Patienten, welche in Heimen lebten, seien damit vom Einverständnis der Heimdirektion abhängig, um von ihrem Recht Gebrauch zu machen.

Kaiser fordert deswegen einen neuen Artikel im Gesundheitsgesetz. Dieser soll nicht nur festhalten, dass urteilsfähige Menschen freiwillig ihr Leben beenden dürfen und von der Sterbehilfe Gebrauch machen können, sondern explizit auch die Sterbehilfe in Gesundheitseinrichtungen in Anspruch nehmen können.

Die Regierung lehnt den Vorstoss ab, wie er am Freitag mitteilte. Die geltenden gesetzlichen Grundlagen seien ausreichend. So sei im Gesetz festgehalten, dass in Fragen der Sterbehilfe die Richtlinien und Empfehlungen der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften zu beachten seien.

Anfragen von Heimbewohnerinnen und -bewohnern zur Inanspruchnahme von Sterbehilfe seien selten, die Selbstbestimmung von unheilbar kranken Menschen werde im Spital und in Heimen respektiert, erklärte die Regierung weiter.

(sda)

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veröffentlicht: 30. Juni 2023 09:20
aktualisiert: 30. Juni 2023 09:20
Quelle: PilatusToday

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redaktion@pilatustoday.ch