Contact-Tracing

Zentralschweizer Kantone sind gerüstet

Mario Trlaja, 7. Mai 2020, 17:31 Uhr
Die finale Version der Contact-Tracing-App wird nicht wie geplant Mitte Mai lanciert.
© Keystone
Noch heisst es Warten auf die Contact-Tracing-App. Dennoch sind ab dem 11. Mai alle Kantone verpflichtet, jene Personen zu identifizieren, die Kontakt mit einer am Coronavirus erkrankten Person hatten. Die Zentralschweizer Kantonsärzte sehen die Vorgabe gelassen.

Nidwalden setzt auf Softwarelösung

In Nidwalden gibt man sich gelassen. Denn gemäss Kantonsarzt Peter Gürber erfüllt Nidwalden bereits seit zwei Wochen alle Anforderungen des Bundes. «Labors und Ärzte halten positive Fälle mittels einer speziellen Software fest. Auch Kontaktpersonen der Infizierten werden damit erfasst und dann umgehend kontaktiert.»

«Im Kanton Schwyz versuchen wir seit Beginn der Coronavirus-Pandemie Kontaktpersonen von  positiv Getesteten zu identifizieren und deren Kontaktpersonen zu ermitteln», erklärt Roland Wespi, Vorsteher des Amtes für Gesundheit und Soziales.

Unklarheit bei Kostenübernahme

Der Obwaldner Kantonsarzt Mario Büttler wartet auf mehr Details des Bundes zum Fall- und Kontaktmanagement. Wenn offene Kosten- und administrative Fragen geklärt seien, könne man weitere Massnahmen ableiten. Das Schweizer Epidemiengesetz besage, dass die Kantone für zusätzliche Diagnosetests aufkommen müssen. «Das nehmen in der aktuellen Lage nicht alle Kantone klaglos hin.»

Aus Uri konnte bisher keine Aussage eingeholt werden.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 7. Mai 2020 17:34
aktualisiert: 7. Mai 2020 17:31