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Debatte um Höchstspannungsleitung: Sondierbohrungen in Stalden ob Sarnen lösen Widerstand aus

Sarnen

Debatte um Höchstspannungsleitung: Sondierbohrungen lösen Proteste aus

· Online seit 04.05.2024, 16:28 Uhr
Die geplante Verlegung einer Höchstspannungsleitung durch das Gebiet Schwendi stösst auf heftigen Widerstand von Anwohnenden und einer Interessengemeinschaft. Sondierbohrungen haben Ängste und Unruhe in Stalden ob Sarnen ausgelöst.
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Die geplante Verlegung einer Höchstspannungsleitung durch das Gebiet Schwendi hat in Stalden ob Sarnen Unruhe und Ängste ausgelöst, wie die «Luzerner Zeitung» berichtet. Besonders betroffen sind Anwohnende, die sich über die plötzlich auftauchenden Bohrungen in der Gegend wundern.

Die Schweizer Übertragungsnetzbetreiberin Swissgrid plant die Erneuerung der Stromleitung Mettlen–Innertkirchen und eine Erhöhung der Kapazität.

Gegen diese Pläne formierte sich Widerstand in Form der «IG Höchstspannungsleitung Schwendi», bestehend aus mittlerweile rund 100 Anwohnenden. Die Hauptbedenken der IG drehen sich um Umweltaspekte, insbesondere um den regionalen Landschaftsschutz und die Wasserversorgung von Sarnen. Die bevorzugte Variante, die Leitung durch den Glaubenberg zu verlegen, wird von der IG als problematisch angesehen und es wird kritisiert, dass andere Varianten nicht ausreichend berücksichtigt wurden.

Die Informationspolitik von Swissgrid wird von der IG und den betroffenen Anwohnenden ebenfalls kritisiert. Swissgrid erklärt sich gegenüber der Zeitung: Die Gemeinde und die Grundstückseigentümer seien über die Sondierbohrungen informiert worden. Die IG hofft indes auf politische Unterstützung. Mehrere Vorstösse wurden von Kantonsparlamentariern bereits eingereicht.

Swissgrid wiederum plant, die Kommunikation zu verbessern und auf die Gemeinden und die IG zuzugehen und eine weitere Informationsveranstaltung für Ende des Jahres anzubieten. Der Bundesrat wird gemäss der «Luzerner Zeitung» voraussichtlich im Herbst 2025 den Planungskorridor festlegen, und Swissgrid rechnet damit, dass die Höchstspannungsleitung bis 2035 erneuert sein wird.

(red.)

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veröffentlicht: 4. Mai 2024 16:28
aktualisiert: 4. Mai 2024 16:28
Quelle: PilatusToday

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redaktion@pilatustoday.ch