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Obwalden

First Responder gesucht: Verein sammelt Geld für neue Lebensretter

28. August 2021, 18:54 Uhr
In der Schweiz sind jährlich 8'000 Personen von einem Herz-Kreislauf-Stillstand betroffen. Rund fünf Prozent überleben ein solches Ereignis. Durch sofortige Wiederbelebungsmassnahmen und Defibrillation können die Überlebenschancen wesentlich vergrössert werden. Hier kommen sogenannte First Responder zum Einsatz.
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Quelle: Tele 1

Gaby Vogler aus Lungern darf leben. Dies dank des schnellen Einsatzes eines First Responders. Sie hatte im vergangenen Jahr einen Herzstillstand. «Es ist ganz klar, dass ich nicht mehr hier sitzen würde, wenn es den First Responder nicht gäbe», betont Gaby Vogler.

Ihre Kinder können sich noch genau an den 29. April 2020 erinnern. «Am Morgen waren wir noch alle im Bett. Es war ein schöner, normaler Morgen. Plötzlich hat es in der Küche geknallt. Ich und mein Vater gingen schauen. Mami ist dann schon leblos auf dem Boden gelegen. Wir haben gleich gesagt, die Ambulanz und der First Responder müsse kommen.» So erzählt der Sohn, Remo Vogler das Geschehene.

Verein sammelt Geld für neue Lebensretter

In Lungern heissen die First Responder seit vergangenem Sommer Responder Plus. Sie sind noch besser ausgebildet und bringen das Erste-Hilfe-Material mit zum Notfall. In vielen Obwaldner Gemeinden fehlen allerdings solche Lebensretter. Darum sammelt der Verein «Härz fir Obwaldä» mit Crowd-Funding Geld. Rund 35'000 Franken werden benötigt.

Damit sollen neben gut ausgebildeten Responder auch Einsatzrucksäcke finanziert werden. Ein solcher kostet rund 5'000 Franken.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 28. August 2021 18:53
aktualisiert: 28. August 2021 18:54