Coronavirus

Förster kritisch gegenüber Waldweihnachten

16. November 2020, 21:26 Uhr
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Quelle: Tele 1

Um die Virenschleudern an Weihnachten zu vermeiden, empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit seit zwei Wochen eine Waldweihnacht, anstatt ein Familienfest unter dem Christbaum. Alles andere als begeistert von dieser Idee sind die Förster.

Je mehr Leute sich im Wald tummeln, desto mehr Probleme entstehen für die Förster und vor allem für die Tiere, die im Wald zuhause sind. «Wenn die Feuerstellen voll sind, weichen die Leute aus in andere Ecken des Waldes und machen ihre eigenen Füürli», weiss der Obwaldner Revierförster Ruedi Egger. Seit dem Frühling seien bereits mehrere solche wilde Feuerstellen entstanden.

Wenn an Weihnachten noch mehr Menschen in den Wald pilgern, befürchtet er Abfallberge und aufgescheuchtes Wild wegen dem vielen Lärm. Auch Christbaumschmuck an den Tannen könne für die Tiere gefährlich werden.

Grundsätzlich sei zwar jeder willkommen im Wald. Man soll sich aber an die Hausregeln des Waldes halten und gegebenenfalls Rücksicht nehmen.

Wollen die Leute überhaupt Weihnachten im Wald feiern?

Eine kurze Strassenumfrage von Tele 1 lässt vermuten, dass viele Leute dieses Jahr Weihnachten ohnehin zuhause und nur im engsten Familienkreis feiern wollen. Mehr dazu im obigen Video.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 16. November 2020 19:42
aktualisiert: 16. November 2020 21:26