HSLU Studie

Generationen-Konflikt in Unternehmen – Maxon zeigt wie es geht

· Online seit 05.10.2023, 05:46 Uhr
Von Babyboomer bis hin zu Gen Z arbeiten heutzutage mehrere Generationen in derselben Firma. Das Problem: Für Arbeitgeber wird es immer schwieriger, altersgerechte Arbeitsbedingungen für alle zu schaffen. Zu diesem Thema nahmen 263 Unternehmen an einer Studie der Hochschule Luzern teil.

Quelle: Tele 1 / Florian Estermann

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Auf Platz eins des Generationen-Rankings steht die Obwaldner Firma Maxon. Verteilt auf mehrere Standorte, arbeiten rund 1'300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen. Im Vergleich zu den 56 anderen Grossunternehmen schneidet die Firma bei der Umfrage am besten ab.

So fördert die Maxon den Generationenmix

Dass der Anbieter präziser Kleinmotoren zuoberst auf der Liste steht, hat seine Gründe. Obwohl die Firma ein globales Unternehmen sei, agiere sie als Familienunternehmen. «Wir wollen nahe bei den Leuten sein, haben eine Du-Kultur und es soll eine Vertrauensbeziehung zwischen Mitarbeitenden und Management im Unternehmen geben», erklärt der Leiter des Personals der Maxon, Stefan Preier.

Doch mit dem sei es nicht getan. Dass der Austausch zwischen den verschiedenen Generationen so gut funktioniere, liege einerseits an der guten Berufsbildung und andererseits an den langjährigen Mitarbeitenden. «Wir tragen zu beiden sehr viel Sorge, weil beide sehr wichtig für die Entwicklung von Maxon sind.» Gerade der Mix aus den verschiedenen Generationen mache den Unterschied.

Dass die Obwaldner Firma bei der Studie der HSLU so gut abgeschlossen habe, freue sie sehr. Trotzdem gäbe es noch Punkte, die noch besser gemacht werden können. Etwa die Work-Life-Balance und das Teilzeitarbeiten, das bei der Generation Z immer wichtiger werde. «Dort müssen wir noch die eine oder andere Idee haben, wie wir das mit den Bedürfnissen und der Reaktionsgeschwindigkeit, die man heutzutage an den Tag legen muss, zusammenbringen können», so Preier.

Kommunikation ist das Wichtigste

Einer der Firmen genau in solchen Themen beratet, ist Yannick Blättler, Gründer und Geschäftsführer von Neoviso AG. Gemäss ihm sei die Zusammenarbeit der verschiedenen Generationen in einem Unternehmen eine Challenge. Jedoch sicher etwas, was ein Unternehmen angehen sollte.

Oftmals liege es an der Kommunikation. Darum empfiehlt er: «Redet miteinander. Kreiert bewusst Workshop-Formate, bei denen alle zusammenkommen und Jung und Alt sich aktiv versuchen, besser zu verstehen.» Generell sei Diversität beim Alter ein grosser Erfolgsfaktor. Vor allem in Projektarbeiten oder in der Zukunft von Firmen.

Weitere Platzierungen der Firmen

Auf Platz zwei und drei des Generationsbarometers in der Kategorie Grossunternehmen sind Migros Industrie und die Schweizerische Post. Bei den Klein- und Mittelunternehmen stehen die Basellandschaftliche Kantonalbank, Seilerei Herzog und BWO Systems AG auf dem Podest.

veröffentlicht: 5. Oktober 2023 05:46
aktualisiert: 5. Oktober 2023 05:46
Quelle: PilatusToday

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