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Im Kanton Obwalden gehen falsche Polizisten um

27. August 2021, 14:38 Uhr
Eine Frau wurde in Obwalden Opfer eines Betrugs. Eine unbekannte Täterschaft hat sich per Telefon bei der Frau gemeldet und sich als Luzerner Polizei ausgegeben. Dadurch konnten sie die Frau um mehrere tausend Franken betrügen.
In Obwalden sind falsche Polizisten am Werk. (Symbolbild)
© Luzerner Polizei

Die Täterschaft gehe dabei sehr professionell und manipulativ vor. Man gebe vor, das Geld zur Spurensicherung zu benötigen. Die Täterschaft brachte die Frau dazu, grössere Geldbeträge zu deponieren, welche dann von unbekannten Personen abgeholt wurden, schreibt die Kantonspolizei Obwalden.

Die Täterschaft spricht laut Kantonspolizei Obwalden mit schweizerdeutschem Dialekt.

Merkmale des Betrugs

Das schweizweit bekannte Vorgehen bei dieser Betrugsmasche weist folgende Eigenschaften auf:

  • Die Anrufe gehen immer auf Festnetznummern ein.
  • Die angezeigten Telefonnummern sind gefälscht und können identisch mit einer bekannten Telefonnummer wie z.B. einer Polizeistelle sein («Spoofing»).
  • Es werden fast ausschliesslich Personen angerufen, welche über einen Eintrag im öffentlich zugänglichen Telefonbuch verfügen.
  • Die Täterschaft fokussiert sich zumeist auf ältere Menschen. Die Namen der potentiellen Opfer weisen auf eine ältere Person hin.
  • Es wird meistens ein Einbruch in der Nähe erwähnt oder von Einbrechern gesprochen, welche es auf die Häuser der Opfer abgesehen haben sollen.

Empfohlenes Verhalten

Um nicht Opfer eines solchen Betrugs zu werden, empfiehlt die Polizei:

  • Seien Sie misstrauisch gegenüber telefonischen Anfragen! Die angezeigte Nummer kann manipuliert sein. Im Zweifel rufen Sie die Einsatzzentrale der jeweiligen Polizei zurück und fragen Sie nach.
  • Die Polizei wird Sie nie telefonisch auffordern, Bargeld oder Wertsachen zu übergeben oder zu deponieren.
  • Geben Sie keine vertraulichen Angaben preis und beenden Sie das Telefonat. Anschliessend melden Sie den Vorfall der Polizei.
  • Sensibilisieren Sie insbesondere ältere Menschen in Ihrem Umfeld über dieses Vorgehen.

Wer Opfer eines solchen Betrugs geworden ist, soll sich unverzüglich bei der Polizei melden.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 27. August 2021 14:38
aktualisiert: 27. August 2021 14:38