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Melchsee-Frutt

Nach Tiger-Absturz: Armee saniert Unglücksstelle

11. Juni 2021, 16:23 Uhr
Nach dem Tiger-Absturz saniert die Armee nun die Unglücksstelle auf der Melchsee-Frutt. (Archivbild)
© KEYSTONE/Urs Flueeler
Nachdem die grossen Wrackteile des abgestürzten Tiger-Kampfjets auf der Melchsee-Frutt weggeräumt werden konnten, saniert die Armee nun die Unfallstelle. Dabei sollen zurückgebliebenen Kleinstteile sowie Verunreinigungen durch Öl und Kerosin beseitigt werden.

In einer ersten Phase erstelle die Armee mit Hilfe von Spezialisten unterhalb der Unfallstelle einen Graben und installierte ölabsorbierende Mittel zur Bindung von belastetem Hang- und Schmelzwasser, wie die Armee am Freitag mitteilte.

In den kommenden Tagen werde je nach Schnee und Eiszustand im Melchsee vorsorglich eine Ölsperre errichtet, um Öl, das allenfalls bis dahin gelangte, auffangen zu können. Je nach den Resultaten der Wasserproben komme es zu weiteren Massnahmen.

Untersuchung des Bodens

Bereits analysierte Bodenproben zeigten eine Verschmutzung des Bodens, heisst es. Sobald die Verhältnisse es zulassen, werde in einer zweiten Phase das verunreinigte Erdmaterial ausgehoben, entfernt und fachgerecht entsorgt.

Der Tiger F-5 der Schweizer Luftwaffe war Ende Mai während eines Luftkampftrainings aus unbekannten Gründen im Wintersport- und Wandergebiet Melchsee-Frutt abgestürzt (PilatusToday berichtete). Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten und blieb unverletzt. Ein paar Tage später konnten die grossen Wrackteile des abgestürzten Tiger-Kampfjets geborgen werden.

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Quelle: Leservideo

Quelle: sda
veröffentlicht: 11. Juni 2021 16:19
aktualisiert: 11. Juni 2021 16:23