Zentralschweiz

Neue Regel sorgt für Ansturm auf Wald-Kurse – «bis Ende Jahr ausgebucht»

7. April 2022, 07:18 Uhr
Waldarbeit gehört zu einer der gefährlichsten Tätigkeiten. Vor allem beim Fällen oder Abtransport von Bäumen kommt es immer wieder zu schweren Unfällen. Damit das Unfallrisiko kleiner wird, muss für gewisse Waldarbeiten neuerdings ein Kurs absolviert werden. Diese sind fast restlos ausgebucht.

Quelle: Tele 1

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Seit Anfang Jahr müssen nicht nur hauptberufliche Waldarbeiter, sondern auch solche im Nebenerwerb wie etwa Landwirte mindestens zehn anerkannte Kurstage im Bereich Holzernte absolvieren. Ohne Kurs dürfen sie einige Arbeiten nicht mehr ausführen – sowohl im eigenen Wald als auch im Auftrag der Gemeinde.

Kurse schweizweit ausgebucht

In den vergangenen fünf Jahren galt noch eine Übergangsfrist, in der allerdings nur wenige Betroffene den Kurs absolvierten. Nun, wo es kein Schlupfloch mehr gibt und das Kurs-Obligatorium in Kraft ist, reissen sich die Leute regelrecht um die freien Termine.

«Die Kurse sind in vielen Regionen der Schweiz bis Ende Jahr ausgebucht», sagt Christoph Lüthy, Leiter Ausbildung bei WaldSchweiz, dem Verband der Waldeigentümer. Bereits von 2020 auf 2021 hätten sich gewisse Kurszahlen verdoppelt. «Auch für dieses Jahr rechnen wir mit einer massiven Zunahme.»

Viel Gelduld gefragt

Mehr Kurstermine anzubieten ist für die Verantwortlichen jedoch keine Option. Denn der Forstwerkhof in Alpnach zum Beispiel, der Kurse in der Zentralschweiz organisiert, muss die Waldstücke einteilen. Deshalb sei es nicht möglich, ganze Waldstücke nur für den obligatorischen Kurs abzuholzen.

Aus diesem Grund benötigen Personen viel Geduld, die einen Holzernte-Kurs absolvieren müssen. Mit ein bisschen Glück und Flexibilität kann man aber dennoch in diesem Jahr den Kurs absolvieren – sofern kurzfristig ein Platz frei wird und man diesen ergattern kann.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 7. April 2022 07:18
aktualisiert: 7. April 2022 07:18